Seit dem Launch von ChatGPT im November 2022 hat Künstliche Intelligenz die Börsen dominiert und Tech-Giganten wie Nvidia zu Rekordbewertungen katapultiert. Investoren pumpen Milliarden in KI-Infrastruktur, doch nun mehren sich Warnungen vor einer Blase ähnlich der Dotcom-Krise. Experten debattieren, ob hohe Bewertungen durch reale Gewinne gestützt sind oder ob Spekulation dominiert.
Warnsignale einer Blase
Warren Buffett und BlackRock-Strategen sehen Überbewertungen: Das Shiller-Kurs-Gewinn-Verhältnis bei US-Aktien liegt auf Dotcom-Niveau von 1929 oder 2000. Nvidia erreichte als erstes Unternehmen 5 Billionen Dollar Marktkapitalisierung, getrieben von KI-Chip-Nachfrage, doch OpenAI verzeichnet trotz 500-Milliarden-Investitionen Verluste. Hohe KGV-Werte – Nvidia bei rund 61 – signalisieren Euphorie, die von FOMO (Fear of Missing Out) angetrieben wird.
Gegenargumente: Reales Wachstum
Trotz Bedenken übertreffen KI-Firmen Gewinnerwartungen: Der S&P-500-IT-Sektor wächst 2025 um 20 Prozent, gestützt durch Cashflows bei Microsoft und Nvidia. Analysten prognostizieren für 2026 anhaltenden Boom, da KI Produktivität steigert – ähnlich dem Internet-Hype, der langfristig Wohlstand schuf. Eine Korrektur von 10-20 Prozent ist wahrscheinlicher als Crash, meinen Optimisten wie T. Rowe Price.
Ausblick für Anleger
Für 2026 erwarten Ökonomen steigende Märkte, doch Risiken durch Überinvestitionen in Rechenzentren und Energieengpässe bleiben. Diversifikation jenseits der „Magnificent Seven“ (Nvidia, Microsoft & Co.) rät Experten, während Europas DAX von KI-Indirekteffekten profitiert. Die Blase-Sorge ist berechtigt, aber der technologische Wandel rechtfertigt Teile des Hypes.
Quellen
KI-Blase an der Börse: Platzt der Hype bald?
Drei Jahre ChatGPT: Blasen-Alarm an den Märkten?