In Deutschland müssen bis 2033 rund 43 Millionen alte Führerscheine in fälschungssichere EU-Modelle umgetauscht werden, doch viele Fahrer zögern noch. Besonders betroffen sind Führerscheine, die vor 2013 ausgestellt wurden, mit einem gestaffelten Zeitplan nach Ausstellungs- oder Geburtsjahr. Trotz verpflichtender Fristen bleiben offene Fälle in die Tausende, wie im Landkreis Wittenberg mit über 20.000 ausstehenden Umtauschen.
Aktuelle Umtauschfristen
Die nächste Frist endet am 19. Januar 2026 für Führerscheine aus den Jahren 1999 bis 2001. Zuvor mussten Jahrgänge ab 1971 bis 19. Januar 2025 handeln, während ältere Gruppen wie 1965–1970 bereits 2024 fällig waren. Führerscheine ab 2013 sind 15 Jahre gültig und erfordern danach eine Erneuerung.
Was beim Umtausch zu beachten ist
Der Prozess ist rein administrativ: Keine Fahrprüfung oder Gesundheitscheck nötig, nur Personalausweis, biometrisches Passfoto und alter Führerschein mitbringen. Kosten liegen bei etwa 25 Euro, Bearbeitung kann bis zu 12 Wochen dauern – Termine früh buchen. Online-Rechner des ADAC helfen, die persönliche Frist zu prüfen.
Konsequenzen bei Versäumnis
Mit einem abgelaufenen alten Führerschein droht ein Verwarnungsgeld von 10 Euro bei Kontrollen, die Fahrerlaubnis bleibt jedoch gültig. Im Ausland können Probleme bei Autovermietungen entstehen. Wer jetzt handelt, vermeidet Ärger und erhält einen 15 Jahre haltbaren EU-Führerschein.
Quellen
Viele alte Führerscheine noch nicht umgetauscht
Führerscheine verlieren Gültigkeit: Was Autofahrer nun wissen müssen


