Kurz vor dem Jahreswechsel beginnen deutschlandweit die Verkaufsaktionen für Feuerwerkskörper. Ab dem 29. Dezember dürfen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen Raketen, Böller und Batterien im Einzelhandel verkauft werden – ein Ereignis, das vielerorts lang ersehnt wird. Zahlreiche Baumärkte, Supermärkte und Onlinehändler verzeichnen bereits zu Beginn des Verkaufs eine starke Nachfrage.
Strenge Regeln und Sicherheitsvorschriften
Nur Personen ab 18 Jahren dürfen Silvesterfeuerwerk der Kategorie F2 kaufen. Zudem gilt in vielen Städten ein teilweises oder vollständiges Abbrennverbot in Innenstädten und historischen Altbaugebieten. Die Polizei und Feuerwehr appellieren an die Bevölkerung, beim Zünden von Feuerwerk Sicherheitsabstände einzuhalten und nur geprüfte Produkte mit CE-Kennzeichnung zu verwenden.
Umwelt- und Gesundheitsdebatte nimmt Fahrt auf
Umweltverbände warnen traditionell vor Feinstaubbelastung und Verletzungsgefahren durch den exzessiven Einsatz von Pyrotechnik. Auch in diesem Jahr fordern Aktivisten ein Umdenken – etwa durch gemeinschaftliche Feuerwerke statt privatem Abbrennen. Laut Umweltbundesamt entstehen in der Silvesternacht jährlich rund 2.000 Tonnen Feinstaub, was etwa 15 % der bundesweiten Tagesemissionen entspricht.
Wirtschaftlicher Faktor für Händler
Trotz Kritik bleibt das Feuerwerksgeschäft für Händler ein wichtiger Umsatztreiber. Nach Angaben des Verbandes der pyrotechnischen Industrie (VPI) werden jährlich Produkte im Wert von über 120 Millionen Euro verkauft. Besonders nach den pandemiebedingten Verkaufsverboten der Jahre 2020 und 2021 hoffen Händler nun erneut auf ein starkes Silvestergeschäft.
Fazit
Der Start des Böller- und Raketenverkaufs markiert für viele den symbolischen Beginn des Jahresendtrubels. Zwischen Feierlaune, Sicherheitsbedenken und Umweltbewusstsein steht der Wunsch, das alte Jahr funkelnd zu verabschieden – mit oder ohne Feuerwerk.
Quellen
Silvester 2025: Pyro-Fans stürmen die Läden
Hohe Nachfrage trotz Sicherheitsbedenken
