Die Bundespolizei hat eine neue Drohnenabwehreinheit mit 130 zusätzlichen Kräften gegründet, die im Dezember 2025 ihren Dienst aufnehmen soll. Die Einheit ist Teil der neuen amtlichen Drohnenabwehrstrategie des Bundesinnenministeriums, die darauf abzielt, gefährliche Drohnen frühzeitig zu erkennen, abzufangen und notfalls abzuschießen. Das Einsatzgebiet umfasst sicherheitsrelevante Objekte, Flughäfen und die Hauptstadt, wobei die Einheit dezentral agiert und auch bundesweit durch Hubschrauber unterstützt wird.
Drohnenabwehrstrategie und Ausstattung
Die neue Einheit arbeitet mit modernster Technologie, darunter Radardetektion, Störtechnik und Abfangdrohnen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und weitere Sicherheitsbehörden setzen auf ein gemeinsames Drohnenabwehrzentrum, das Kompetenzen von Bund und Ländern bündelt. Parallel dazu laufen Gesetzesänderungen, um der Bundeswehr eine Amtshilfe zur Drohnenabwehr für die Polizei zu ermöglichen.
Bedeutung für die nationale Sicherheit
Die zunehmende Bedrohung durch illegale Drohnen, die kritische Infrastruktur und Veranstaltungen stören können, macht die Drohnenabwehr zu einer zentralen Sicherheitsaufgabe in Deutschland. Mit Investitionen in Höhe von rund 100 Millionen Euro und der Schaffung der neuen Einsatzkräfte reagiert der Bund auf die wachsende Herausforderung durch unbemannte Fluggeräte.
Zusammenarbeit und Zukunftsausblick
Die Drohnenabwehreinheit wird eng mit Landespolizeien, dem Bundeskriminalamt und anderen Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten. Innerhalb Europas wird auch an einer koordinierten Strategie gearbeitet, um Drohnenbedrohungen grenzüberschreitend zu begegnen. Die Bundeswehr erweitert zugleich ihr Systemportfolio, um neben militärischen Einsätzen auch die zivile Drohnenabwehr zu stärken.
Quellen
Neue Drohnenabwehreinheit nimmt Dienst auf
130 zusätzliche Einsatzkräfte: Dobrindt stellt Drohnenabwehr in Dienst


