Die Bundeswehr hat das Raketenabwehrsystem Arrow 3 am 3. Dezember 2025 offiziell in die Initial Operational Capability überführt. Generalinspekteur Carsten Breuer und Luftwaffen-Inspekteur Holger Neumann gaben den Startschuss für den Einsatz am Standort Holzdorf in Brandenburg. Erste Komponenten wie Raketen, Radarsysteme und Kontrolltechnik sind vor Ort und schützen vor Langstreckenraketen bis 2400 km Reichweite.
Technische Highlights von Arrow 3
Arrow 3 nutzt Hit-to-Kill-Technologie, um ballistische Raketen sogar im Weltraum abzufangen, und wird erstmals außerhalb Israels eingesetzt. Das System umfasst das Green-Pine-Feuerleitradar und Abschussrampen, die einen 360-Grad-Schutzschirm über Deutschland spannen. Die vollständige Einsatzfähigkeit für Standorte in Holzdorf, Bayern und Schleswig-Holstein ist für 2030 geplant.
Strategische Standorte und Aufbau
Holzdorf in Sachsen-Anhalt dient als zentrales Hightech-Zentrum mit Radarsystemen an der Grenze zu Brandenburg. Weitere Module werden nachgeliefert, um die Integration in die European Sky Shield Initiative zu sichern. Die Stationierung begann im Februar 2025 und priorisiert den Schutz vor Bedrohungen aus Russland.
Politische und geopolitische Bedeutung
Deutschland positioniert sich mit Arrow 3 klar gegen potenzielle Raketenangriffe und stärkt die NATO-Sicherheit. General Breuer warnte vor russischen Reserven, die bis 2029 eine Attacke auf NATO ermöglichen könnten. Das System kostet vier Milliarden Euro und signalisiert höchste Priorität für die europäische Luftverteidigung.
Quellen
Deutschland aktiviert Raketenschild
Deutschland stellt Arrow 3 in Dienst