In der Silvesternacht brach in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana ein verheerender Brand aus, der durch Feuerwerk in Champagnerflaschen ausgelöst wurde und die Decke entzündete. Dabei kamen mindestens 40 Menschen ums Leben, und 119 Personen erlitten überwiegend schwere Brandverletzungen. Aufgrund überlasteter Schweizer Kapazitäten werden zahlreiche Schwerverletzte, darunter elf Italiener unter den Opfern, in deutsche Spezialkliniken verlegt.
Deutsche Kliniken im Einsatz
Deutsche Schwerbrandverletztenzentren wie das Unfallkrankenhaus Berlin, das Marienhospital Stuttgart, die BG Klinik Tübingen, das Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum sowie Kliniken in Leipzig, Halle und Ludwigshafen haben bereits Patienten aufgenommen oder weitere Transporte geplant. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) koordiniert die Hilfe nach dem Kleeblatt-Mechanismus, der aus der Corona-Pandemie stammt und europaweit Patienten verteilt. Insgesamt gibt es 40 Hilfeersuchen aus der Schweiz für deutsche Kliniken.
Behandlung schwere Brandverletzungen
Die Patienten benötigen eine intensive Stabilisierung der Organfunktionen, da Verbrennungen nicht nur die Haut betreffen, sondern systemische Erkrankungen auslösen, insbesondere Lungen- und Herz-Kreislauf-Schäden durch eingeatmete giftige Gase. Die Therapie umfasst Reinigung der Wunden, sterile Verbände, mehrfache Hauttransplantationen und monatelange Aufenthalte auf Intensivstationen sowie Rehabilitation. Erste 48 Stunden sind entscheidend; viele Betroffene haben Verbrennungen zweiten und dritten Grades über weite Körperflächen.
Quellen
Elf Brandverletzte werden in Deutschland behandelt
Deutsche Kliniken nehmen Schweizer Brandopfer auf
