Die Deutsche Bahn plant, über die Weihnachtsfeiertage einen Teil der Baustellen im Schienennetz ruhen zu lassen, um den erwarteten Reiseansturm besser bewältigen zu können. Dies wurde von der Vorstandschefin Evelyn Palla angekündigt, die einen Anstieg der Fahrgastzahlen auf mehr als fünf Millionen über die Feiertage prognostiziert. Zudem liegt der Ticketverkauf sechs Prozent über dem Vorjahresniveau. Ziel ist es, den Betrieb und die Pünktlichkeit der Züge durch weniger Baustellenaktivitäten zu stabilisieren und möglichst viele Züge zum Einsatz zu bringen.
Weihnachtsbaustellenpause zur Entlastung des Schienennetzes
Die Bahn wird versuchen, das Baugeschehen in der Zeit rund um Weihnachten deutlich herunterzufahren. Dies soll eine Entlastung im stark belasteten Schienennetz bringen und den Reiseverkehr flüssiger gestalten. Bahn-Chefin Evelyn Palla betonte, dass “alles rollen werde, was rollen kann,” um mit dem erhöhten Fahrgastaufkommen umzugehen. Solche Maßnahmen wurden auch in der Vergangenheit angewandt, um die Betriebssituation an Weihnachten zu verbessern.
Erwartetes Reiseaufkommen und Pünktlichkeit
Mit über fünf Millionen Fahrgästen rund um Weihnachten und einem Ticketverkaufsanstieg von sechs Prozent wird ein sehr hoher Reiseverkehr erwartet. Trotz der Baustellenpause rechnet die Bahn im Fernverkehr mit weiter sinkender Pünktlichkeit, die in diesem Jahr voraussichtlich unter 60 Prozent liegen wird. Als verspätet gilt dabei ein Zug ab sechs Minuten Verspätung. Zugausfälle sind in dieser Statistik nicht berücksichtigt.
Ausblick auf Baustellenentwicklung bis 2027
Die Anzahl der Baustellen im deutschen Schienennetz wird voraussichtlich auch im Jahr 2026 nicht sinken, sondern von derzeit etwa 26.000 auf rund 28.000 ansteigen. Eine spürbare Entspannung der Baustellensituation wird erst für das Jahr 2027 erwartet. Die Bahn muss daher auch in den kommenden Jahren mit erhöhten Einschränkungen und Bauarbeiten rechnen.
Quellen
Bahn lässt Baustellen rund um Weihnachten teils ruhen
Bahn stoppt Baustellen zu Weihnachten – mehr Züge im Einsatz