Die Altersvorsorge steht im Fokus der deutschen Politik, da demografische Veränderungen und steigende Lebenserwartung die Rentensysteme belasten. Neueste Entwicklungen drehen sich um eine umfassende Reform der privaten Altersvorsorge, die mehr Flexibilität und Rendite versprechen soll.
Die große Reform der privaten Altersvorsorge
Das Bundeskabinett hat im Dezember 2025 den Entwurf zum Altersvorsorgereformgesetz beschlossen, das die Riester-Rente ablöst. Ab 2027 wird ein neues Altersvorsorgedepot ohne Garantievorgaben eingeführt, das höhere Renditechancen durch ETFs oder Aktien bietet – ideal für risikobereite Sparer. Bestehende Riester-Verträge bleiben erhalten, ein Wechsel in das neue Depot ist freiwillig möglich.
Förderungen und Zulagen neu verteilt
Die Zulagen werden attraktiver: Für bis zu 1.200 Euro Eigenbeitrag gibt es 30 Cent Zulage pro Euro, für weitere 600 Euro 20 Cent – maximal 480 Euro jährlich. Eltern erhalten zusätzlich 25 Cent pro Spar-Euro und Kind, bis 300 Euro. Geringverdiener profitieren besonders, mit höheren Fördergrenzen bis 2027.
Frühstart-Rente für die Jugend
Die Frühstart-Rente startet 2026 für Kinder ab Jahrgang 2020 und soll ein Startkapital für die private Altersvorsorge schaffen. Sie ist anschlussfähig ans Altersvorsorgedepot und fördert frühes Sparen.
Auswirkungen 2026 und Ausblick
Bereits 2026 steigen Förderungen in der betrieblichen Altersvorsorge auf 338 Euro monatlich steuerfrei. Die Reform zielt auf mehr Eigenverantwortung ab, birgt aber Risiken bei Auszahlplänen bis Alter 85. Experten raten, frühzeitig zu prüfen, um Lücken zu schließen.
Quellen
Private Altersvorsorge für alle Einkommen und alle Generationen
Private Altersvorsorge wird attraktiver