Airbus steht vor einer umfassenden Überprüfung bei bis zu 628 Flugzeugen der A320-Familie aufgrund eines Qualitätsproblems bei Metallverkleidungen eines Zulieferers. Die Betroffenheit gilt vor allem den vorderen Teil der Maschinen, wo Abweichungen in der Dicke der Paneele festgestellt wurden. Airbus hat die Ursache identifiziert und eingedämmt, neu produzierte Teile erfüllen alle Anforderungen.
Umfang der Überprüfungen
Von den 628 potenziell betroffenen Flugzeugen sind 168 bereits im Einsatz, 245 in der Endmontage oder vorbereitet für Auslieferung und 215 in frühen Produktionsphasen. Nicht alle Maschinen weisen tatsächlich Mängel auf, doch Airbus wählt einen konservativen Ansatz mit flächendeckenden Kontrollen, da die Paneele keine Seriennummern tragen. Die Inspektionen gelten als unkompliziert und nicht-invasiv.
Hintergrund des Problems
Das Qualitätsproblem entstand durch Variabilitäten im Fräsprozess beim Zulieferer, was zu zu dicken oder zu dünnen Außenhautpaneelen führte. Diese sitzen auf der Krone der A320 und an den Seiten der vorderen Haupttür. Airbus betont, dass nur ein begrenzter Anteil weiterer Maßnahmen bedarf.
Auswirkungen auf Produktion und Aktie
Der Vorfall belastet Airbus’ Auslieferungsziele für 2025, da viele Flugzeuge noch in der Fertigung stecken. Die Aktie des Konzerns fiel nach der Bekanntgabe spürbar, verstärkt durch kürzliche Softwareprobleme bei rund 6000 A320-Maschinen. Dennoch bleiben die finanziellen Ziele unverändert.
Quellen
Airbus muss bei bis zu 628 Flugzeugen Metallverkleidungen überprüfen
Alarm bei Airbus: 628 A320-Jets auf defekte Verkleidungen kontrollieren