Die aktuelle Tennis-Saison steht einmal mehr im Zeichen von Aryna Sabalenka. Die Weltranglistenerste aus Belarus hat das Jahr 2026 mit einem dominanten Titelgewinn beim Brisbane International begonnen, ohne dabei einen einzigen Satz abzugeben. Anschließend spielte sich Aryna Sabalenka bei den Australian Open in Melbourne zum vierten Mal in Folge ins Finale und bewies damit erneut ihre beeindruckende Konstanz bei Grand-Slam-Turnieren.
Auf ihrem Weg ins Endspiel ließ sie unter anderem die junge US-Amerikanerin Iva Jovic sowie Elina Svitolina klar hinter sich und blieb bis zum Finale ohne Satzverlust. Im Titelmatch unterlag sie schließlich in drei Sätzen gegen Elena Rybakina, nachdem sie im entscheidenden Durchgang bereits mit 3:0 geführt hatte, was ihr später den Vorwurf einer „Kapitulation“ und „unreifen“ Nervenstärke einbrachte. Trotz dieser Niederlage unterstreichen der Finaleinzug und ihr starker Jahresstart, dass Aryna Sabalenka weiterhin zu den dominierenden Figuren im Damentennis zählt.
Kritik am Turnierkalender und Fokus auf Gesundheit
Neben ihren sportlichen Erfolgen sorgt Aryna Sabalenka auch abseits des Courts für Diskussionen. Anfang 2026 kritisierte sie öffentlich die WTA und die Organisatoren wegen eines ihrer Ansicht nach „absurden“ und zu dichten Turnierkalenders, der die Gesundheit der Spielerinnen gefährde. Sie kündigte an, in diesem Jahr bewusst einige Pflichtturniere auszulassen, selbst wenn sie dafür mit Geldstrafen rechnen müsse, um ihren Körper langfristig zu schützen.
Die Weltranglistenerste verwies darauf, dass sie 2025 teilweise krank oder völlig erschöpft angetreten sei und man ihre Belastung nun deutlich besser steuern wolle. Mit ihrer klaren Haltung stößt Aryna Sabalenka eine wichtige Debatte über die Vereinbarkeit von Spitzensport, Gesundheit und wirtschaftlichen Interessen im Profitennis an. Für viele Beobachter unterstreicht dies, dass die vierfache Grand-Slam-Siegerin nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der politischen Diskussion rund um den Tennissport eine zentrale Stimme geworden ist.
Quellen
Rybakina besiegt Sabalenka und holt sich ihren ersten Australian-Open-Titel
Aryna Sabalenka zieht ins Halbfinale der Australian Open 2026 ein