Alysa Liu hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina den Goldmedaillen-Sieg im Dameneiskunstlauf geholt. Die 20-jährige Amerikanerin verbesserte sich mit einer spektakulären Kür vom dritten Platz nach dem Kurzprogramm auf den ersten Rang.
Dramatische Kür und emotionale Momente
In ihrer mitreißenden Freikür zu Donna Summers „MacArthur Park“ erzielte Alysa Liu 226,79 Punkte und überholte die Japanerin Kaori Sakamoto (Silber, 224,90 Punkte) sowie Ami Nakai (Bronze, 219,16 Punkte). Nach dem Sieg umarmte sie die junge Nakai herzlich, was ein ikonisches Bild des olympischen Geistes schuf. Liu selbst war fassungslos: „Das ist unmöglich. Mir hat mein Lauf wirklich sehr gut gefallen.“
Vom Karriereende zum Doppel-Olympiasieg
Alysa Liu beendete 2022 als 16-Jährige überraschend ihre Karriere, da sie die Entbehrungen satt hatte und frei leben wollte. 2024 kehrte sie zurück, wurde 2025 Weltmeisterin und holte nun 2026 Gold im Einzel sowie im Team-Event mit Ilia Malinin. Sie ist die erste US-Amerikanerin seit Sarah Hughes 2002, die olympisches Gold im Dameneiskunstlauf gewinnt.
Rebellin mit Freigeist
Als jüngste US-Meisterin aller Zeiten (mit 13 Jahren) definiert Alysa Liu Eiskunstlauf neu: Sie wählt moderne Musik, färbt ihre Haare im Zebralook und behält die Kontrolle über ihr Programm. Ihr Comeback unter Trainer Phillip DiGuglielmo und Choreograf Massimo Scali zeigt, dass Spaß und Erfolg vereinbar sind. Alysa Liu inspiriert als Vorbild für eine freiere Generation im Sport.
Quellen
Alysa Liu hat das Eiskunstlaufen für immer verändert
US-Superstar Liu gewinnt olympisches Gold im Eiskunstlauf der Frauen