Ein massiver Weihnachtssturm hat am Dienstagabend in Los Angeles und Umgebung für chaotische Szenen gesorgt. Heftiger Regen, Sturmböen und Gewitter führten zu zahlreichen Straßensperrungen und Stromausfällen. Nach Angaben des National Weather Service (NWS) fielen in einigen Regionen binnen 24 Stunden über 100 Millimeter Regen – mehr als doppelt so viel wie im Dezember üblich. Besonders betroffen sind die Stadtteile Malibu, Ventura County und die Hügelregionen von Pasadena.
Evakuierungen und Notunterkünfte
Die Behörden reagierten auf die zunehmende Gefahr mit Evakuierungsanordnungen in mehreren Bezirken. Anwohner in Hanglagen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, da nach den heftigen Regenfällen Schlamm- und Gerölllawinen drohten.
Laut der Los Angeles County Fire Department wurden mehrere Notunterkünfte eröffnet, um betroffene Familien aufzunehmen. Auch der LAX-Flughafen meldete Dutzende Flugausfälle und Verspätungen, was den Reiseverkehr zu Weihnachten zusätzlich belastete.
Überschwemmungsgefahr und Infrastrukturschäden
Neben dem Starkregen verursachten auch überlastete Abwassersysteme erhebliche Schäden. In mehreren Stadtteilen traten Kanalsysteme über, Straßen wurden unterspült, und kleinere Flüsse traten über die Ufer. Meteorologen warnen, dass die Böden bereits gesättigt sind und weitere Niederschläge die Lage weiter verschärfen könnten.
Die Behörden baten die Bevölkerung, unnötige Autofahrten zu vermeiden und die aktuellen Warnmeldungen zu beachten.
Wetterlage bleibt angespannt
Laut Prognosen des California Department of Water Resources soll sich das Wetter im Verlauf der Woche nur langsam beruhigen. Weitere Regenfälle werden bis zum Wochenende erwartet, wobei die Temperaturen ungewöhnlich mild bleiben. Experten nennen Klimawandel und wärmende Pazifikströmungen (El Niño) als mögliche Verstärker der aktuellen Extremwetterlage.
Quellen
Heftiger Wintersturm bringt Chaos und Überschwemmungen nach Los
Los Angeles kämpft mit Unwettern: Behörden ordnen Evakuierungen an
