Leichtsinn im Hochgebirge: Fünf Jugendliche mit Turnschuhen in Bergnot

01/12/2025
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Fünf junge Erwachsene ausländischer Herkunft gerieten in den Dolomiten in Bergnot, weil sie lediglich mit Turnschuhen ausgerüstet waren und sich im hochalpinen, felsdurchsetzten Gelände der Nordwand des Sass Rigais bewegten. Der Sass Rigais ist mit etwa 3025 Metern einer der höchsten Gipfel der Geislergruppe. Die Jugendliche steckten im extrem steilen Gelände fest und konnten ohne die passende Ausrüstung nicht weiterkommen. Glücklicherweise blieben sie unverletzt und wurden durch die Bergrettung Villnöss geborgen. Die Einsatzkräfte betonten, wie gefährlich es ist, ohne Erfahrung und Ausrüstung solche Touren anzutreten.

Häufige Vorfälle mit “Turnschuh-Touristen”

Der Fall ist kein Einzelfall. Immer wieder müssen Bergrettungen anrücken, weil Wanderer oder Bergsteiger ungeeignetes Schuhwerk wie Turnschuhe oder Sneaker tragen. Beispiele gibt es von zahlreichen Einsätzen in den Alpen etwa in Tirol oder am Hochkönig, wo Gruppen mit unpassender Kleidung in Schnee und steilem Gelände festsitzen. Solche Einsätze sind gefährlich und verlängern die Rettungszeit, da beispielsweise Steigeisen und andere Kletterhilfen nicht angebracht werden können. Die Bergrettungen warnen nachdrücklich vor Leichtsinn und raten nur mit entsprechender Erfahrung, Ausrüstung und Verstand in das Hochgebirge zu gehen.

Appell für sichere Bergtouren

Die Bergrettung wies darauf hin, dass für Touren im Hochgebirge eine gründliche Vorbereitung, geeignete Sicherheitsausrüstung (z. B. LVS-Gerät, Sonde, Schaufel) und entsprechende alpine Erfahrung unerlässlich sind. Nur so kann man die Risiken minimieren und sich selbst wie auch Helfer schützen. Das Tragen von Turnschuhen oder Sneakern in alpinem Gelände ist lebensgefährlich und führt häufig zu Einsätzen, die nicht nur Leben gefährden, sondern auch hohe Kosten verursachen können.

​Quellen

Fünf Turnschuh-Touristen gerettet
Turnschuh-Teenies wandern im Schnee: Alpen-Bergretter fassungslos

Matthias Otto

Matthias Otto

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