PlayStation 5-Besitzer stehen 2026 vor einer entscheidenden Frage: Lohnt sich das monatliche Abo noch, oder ist es an der Zeit, PlayStation Plus zu kündigen? Die Antwort fällt für viele Nutzer zunehmend klar aus.
Die Preisspirale dreht sich weiter
Sony hat im Mai 2026 bereits die dritte Preiserhöhung für PlayStation Plus innerhalb weniger Jahre durchgesetzt. Die Preise für neue Abonnenten und alle, die ihr Abo nach einer Kündigung neu abschließen, liegen jetzt bei 10,99 US-Dollar monatlich für die Essential-Stufe, 16,99 Dollar für Extra und 19,99 Dollar für Premium. Nur Jahresabonnements blieben von dieser Erhöhung ausgenommen – ein Detail, das viele Verbraucher übersehen, bis es zu spät ist.
Was auf den ersten Blick wie eine moderate Anpassung wirkt, summiert sich über die Jahre erheblich. Seit 2022 ist PlayStation Plus Premium um elf Prozent teurer geworden. Für Spieler, die mehrere Konsolen im Haushalt betreiben oder längere Pausen zwischen den Gaming-Phasen einlegen, bedeutet dies: Wer einmal kündigt und später zurückkehrt, zahlt sofort den neuen, höheren Preis.
Warum das Ökosystem für Spieler riskant wird
Die Preiserhöhungen sind nur ein Teil des Problems. PlayStation Plus hat sich von einem einfachen Online-Multiplayer-Pass zu einem komplexen, mehrstufigen Abomodell entwickelt, das viele Nutzer verwirrt. Die Bibliothek mit monatlich wechselnden Spielen bietet zwar Abwechslung, doch die ständige Rotation führt dazu, dass viele Titel verschwinden, bevor Spieler sie überhaupt ausprobieren konnten.
Hinzu kommt ein strategischer Schwenk von Sony weg von physischen Spielen – ein Trend, der 2026 weiter Fahrt aufnimmt. Für Sammler und Spieler, die ihre Spiele langfristig besitzen möchten, wird das PlayStation-Ökosystem zunehmend unattraktiv. Ein Abo-Modell, das Zugang statt Besitz verkauft, passt nicht zu jedem Spielertyp.
Besitzer einer PlayStation 5 oder PlayStation 5 Pro sollten sich fragen: Brauche ich wirklich jeden Monat neue Titel, die ich vielleicht nie spielen werde, oder reicht mir der Zugang zu den Spielen, die ich tatsächlich durchspielen möchte?
Die Kündigung ist einfacher als gedacht
Viele Spieler zögern mit der Kündigung, weil sie einen komplizierten Prozess befürchten. Doch Sony hat die Abwicklung bewusst einfach gestaltet – vermutlich, um negative Publicity zu vermeiden.
Über den Webbrowser:
Der direkteste Weg führt über die PlayStation-Website. Nach dem Einloggen im Account-Management finden Nutzer im linken Menü den Punkt „Abonnement”. Ein Klick auf „Abonnement kündigen” reicht aus.
Direkt auf der Konsole:
Auf der PlayStation 5 navigieren Spieler zu Einstellungen > Benutzer und Konten > Konto > Zahlung und Abonnements. Dort lässt sich das aktive PlayStation Plus-Abonnement auswählen und kündigen. Auf der PlayStation 4 verläuft der Weg über Einstellungen > Kontoverwaltung > Kontoinformationen > Abonnements.
Über die PlayStation App:
Auch mobil ist die Kündigung möglich. Im PS Store-Bereich der App finden Nutzer unter „Abonnementverwaltung” die Option zur Kündigung.
Wichtig zu wissen: Nach der Kündigung bleiben alle Vorteile bis zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums erhalten. Erst danach erlöschen Online-Multiplayer, Cloud-Speicher und der Zugriff auf die monatlichen Gratis-Spiele.
Was nach der Kündigung passiert – und was bleibt
Ein häufiges Missverständnis: Viele Spieler glauben, sie verlieren sofort alle Vorteile. Tatsächlich gilt: Wer Mitte des Monats kündigt, kann PlayStation Plus noch bis zum offiziellen Ablaufdatum nutzen.
Doch danach endet der Zugang zur Spielebibliothek, zu den monatlich beanspruchten Titeln und zum Online-Speicher. Was bleibt, sind erworbene Avatare, Themes und rabattierte Käufe, die während der Abo-Zeit getätigt wurden.
Wer seine Meinung ändert, kann das Abonnement jederzeit reaktivieren – allerdings dann zu den aktuellen, höheren Preisen, falls das Abo bereits vollständig ausgelaufen ist.
Die strategische Alternative: Jahresabo statt Monatszahlung
Für Spieler, die PlayStation Plus weiterhin nutzen möchten, aber die Preiserhöhungen umgehen wollen, bietet sich ein Jahresabo an. Diese wurden von den Mai-2026-Erhöhungen nicht betroffen und bleiben bei 79,99 Dollar (Essential), 134,99 Dollar (Extra) bzw. 159,99 Dollar (Premium).
Rechnet man dies auf den Monat herunter, entspricht dies Einsparungen von bis zu 33 Prozent gegenüber der monatlichen Zahlung. Für Spieler mit einer PlayStation 5, die ohnehin planen, das ganze Jahr über zu zocken, ist dies die wirtschaftlich sinnvollste Option.
Controller, Spiele und Hardware: Wo sich das Abo wirklich lohnt
Die Frage, ob PlayStation Plus sinnvoll ist, hängt stark vom individuellen Spielverhalten ab. Besitzer einer PlayStation 5 Pro, die regelmäßig neue PlayStation 5 Spiele ausprobieren möchten, profitieren von der Extra- oder Premium-Stufe. Der Zugriff auf hunderte Titel im Katalog rechtfertigt für manche Nutzer den höheren Preis.
Doch wer hauptsächlich ein bis zwei Spiele intensiv durchspielt – etwa mit einem neuen PlayStation 5 Controller im Fokus auf kompetitives Gaming – braucht möglicherweise nur die Basic-Stufe für den Online-Multiplayer.
Die Zukunft der Gaming-Abos: Was kommt nach PlayStation Plus?
Branchenexperten beobachten die Entwicklung der Abo-Preise bei Sony mit Sorge. Die Preiserhöhungen von 2026 sind nicht die letzten: Erste Hinweise deuten darauf hin, dass Sony bereits eine weitere Anpassung plant. Mit 40 Prozent der Nutzer in den teureren Extra- und Premium-Stufen hat Sony ein finanzielles Interesse daran, diese Einnahmequelle weiter auszubauen.
Parallel dazu steigt der Druck durch Konkurrenzangebote wie Xbox Game Pass, das ein deutlich größeres Spielangebot zu vergleichbaren Preisen bietet. Für Spieler bedeutet dies: Die Verhandlungsmacht liegt zunehmend bei den Konsumenten. Wer bereit ist, zu kündigen und zu Alternativen zu wechseln, zwingt die Anbieter zu besseren Konditionen.
Fazit: Kündigen als strategische Entscheidung
Die Kündigung von PlayStation Plus ist 2026 keine emotionale Entscheidung mehr, sondern eine rational kalkulierte Strategie. Spieler mit einer PlayStation 5 sollten regelmäßig prüfen, ob sie die angebotenen Titel tatsächlich nutzen oder ob sie nur aus Gewohnheit zahlen.
Die einfache Kündigungsoption über Website, Konsole oder App macht es leicht, die Kontrolle über die eigenen Ausgaben zurückzugewinnen. Wer das Abo später doch wieder benötigt, kann es jederzeit reaktivieren – auch wenn dann möglicherweise höhere Preise gelten.
Für viele PlayStation 5-Besitzer ist 2026 das Jahr, in dem sie das Abo-Modell kritisch hinterfragen. Die Preiserhöhungen, die schrumpfende Bibliothek und der strategische Wandel von Sony weg vom physischen Besitz sind Warnsignale, die nicht ignoriert werden sollten.
Quellen
So kündigen Sie Ihr PlayStation Plus-Abonnement
Sony kündigt Preiserhöhung für PS Plus für neue Mitglieder an


