Alice Weidel, AfD-Fraktionschefin, prahlte kürzlich im Bundestag mit „offenen Gesprächskanälen“ der AfD nach Russland und zu Donald Trump, was scharfe Kritik auslöst. Die genaue Identität dieses „offenen Kanals“ in Moskau bleibt ungeklärt, da Weidel keine Namen nennt und Kontakte als geschützt bezeichnet. Experten und Medien spekulieren über Verbindungen via Parteimitglieder und russische Denkfabriken.
Weidels Bundestags-Aussage
Am Mittwoch in der Haushaltsdebatte betonte Weidel stolz, die AfD sei die einzige Fraktion mit direkten Kanälen zu Moskau. SPD-Politiker Dirk Wiese intervenierte, worauf Weidel die Russland-Nähe als diplomatischen Vorteil darstellte. Kritik kam prompt von anderen Parteien, die dies als Kreml-Freundschaft werten.
Mögliche Kontakte in der AfD
Markus Frohnmaier, Weidels Vertrauter und Baden-Württemberg-Landeschef, gilt als Kandidat; er pflegt enge Russland-Beziehungen, inklusive Krim-Besuchen. Co-Parteichef Tino Chrupalla hat Kontakt zum russischen Botschafter Sergei Netschajew und reist regelmäßig nach Moskau. Abgeordnete wie Steffen Kotré ignorierten Weidels Reiseverbote und trafen in Sotschi Figuren wie Dmitri Medwedew.
Russische Gegenstellen
Verdacht fällt auf Moskauer Denkfabriken mit Kreml-Anbindung: MGIMO (Außenministerium), Europa-Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften und RISS (Putin-nah). Diese Institutionen planen Strategien für westliche Parteien und dienen als Treffpunkt. Frühere AfD-Reisen, z. B. Weidels Moskau-Besuch 2021 mit Petr Bystron, verstärken den Fokus auf offizielle Stellen.
Interne AfD-Spannungen
Weidel versucht, Russland-Nähe herunterzuspielen und USA-Kontakte (via Frohnmaier zu Trump) zu betonen, um EU-Rechte wie Meloni anzunähern. Sie verbot Russland-Reisen, scheiterte jedoch an Widerstand in der Fraktion. Chrupalla verteidigt die Kontakte offen, was die AfD außenpolitisch spaltet.
Quellen:
Wer ist Weidels „offener Kanal nach Moskau“?
Weidel lobt „offene Kanäle“ der AfD nach Russland – und löst Kritik aus


