Die Wahrnehmung der Vereinigten Staaten hat sich in den letzten Jahren international stark verändert. Mit der aktuellen Regierung werden amerikanische außenpolitische Entscheidungen zunehmend als aggressiv und konfrontativ bewertet. Diese Entwicklung wirft Fragen über die Zukunft der internationalen Beziehungen und der globalen Sicherheitsarchitektur auf.
Historischer Kontext
Seit dem Ende des Kalten Krieges galten die USA als Garant westlicher Stabilität und als Hüter der liberalen Weltordnung. Doch nach den Verwüstungen jüngerer militärischer Interventionen und den politischen Polarisierungen im Inneren hat sich das Bild gewandelt. Forschungen zeigen, dass viele Länder — insbesondere im globalen Süden — die US-Politik heute als einseitig und hegemonial interpretieren (vgl. Nye, Soft Power and American Foreign Policy, 2021).
Aktuelle außenpolitische Strategien
Die gegenwärtige US-Regierung setzt verstärkt auf eine Politik der Abschreckung und wirtschaftlichen Sanktionen, etwa gegenüber China, Russland und Iran. Diese Strategie wird von Kritikern als „neue Kalte Kriegspolitik“ bezeichnet. Laut einer Analyse des Council on Foreign Relations (2024) verfolgt Washington eine Linie, die geopolitische Dominanz über Kooperation stellt.
Internationale Reaktionen
Zahlreiche Beobachter warnen, dass diese Haltung zu einer Erosion des Vertrauens zwischen westlichen und nicht-westlichen Staaten führt. In EU-Ländern wie Deutschland wächst die Skepsis gegenüber Washingtons Führungsanspruch, insbesondere in Fragen von Handel, Klima und Sicherheit (vgl. Der Spiegel, 2025).
Fazit
Ob die USA unter der aktuellen Regierung tatsächlich als „feindliche Macht“ gelten, hängt vom Blickwinkel ab. Klar ist jedoch, dass ihr außenpolitischer Kurs Spannungen fördert und globale Machtverschiebungen beschleunigt. Für Forscherinnen und Forscher bleibt die Frage zentral, wie multilaterale Institutionen auf diese neue US-Strategie reagieren werden.
Quellen
Mit dieser Regierung sind die USA eine feindliche Macht
USA wollen “Widerstand gegen aktuellen Kurs Europas”