US-Präsident Donald Trump hat kürzlich auf seiner Plattform Truth Social erklärt, dass statt einer Verlängerung des abgelaufenen New-START-Vertrags ein neuer, modernisierter Atomwaffenvertrag benötigt werde. Er bezeichnete New START als „schlecht verhandeltes Abkommen“, das zudem „grob verletzt“ werde, und plädiert für ein Abkommen, das langfristig Bestand habe. Trump wies damit ein Angebot von Wladimir Putin zurück, die Grenzen des Vertrags für ein weiteres Jahr einzuhalten.
Was ist der New-START-Vertrag?
Der New Strategic Arms Reduction Treaty (New START) wurde 2010 von Barack Obama und Dmitri Medwedew unterzeichnet und 2021 um fünf Jahre bis Februar 2026 verlängert. Er begrenzte die strategischen Atomsprengköpfe auf maximal 1.550 pro Seite sowie die Trägerraketen und Bomber auf 800 (davon 700 einsatzbereit) und sah Inspektionen vor. Mit dem Ablauf endet das letzte große Rüstungskontrollabkommen zwischen USA und Russland seit über 50 Jahren.
Hintergründe des Vertragsendes
Russland hatte 2023 die Inspektionen ausgesetzt, angeblich wegen US-Unterstützung für die Ukraine; die USA folgten später. Putin bot 2025 eine einjährige Verlängerung der Limits an, doch Trump lehnte ab und forderte China als Vertragspartei – ein Vorschlag, den Peking ablehnte. Experten sehen hierin Risiken für ein neues Wettrüsten.
Mögliche Folgen und Ausblick
Ohne Vertrag könnten USA und Russland ihre Arsenale unbegrenzt ausbauen, was die nukleare Stabilität gefährdet und Proliferationsrisiken erhöht. Das Weiße Haus signalisiert Gespräche mit Russland, während der Kreml Verhandlungen offen hält, aber nationale Interessen priorisiert. Ein Dreiervertrag mit China gilt als schwierig, könnte aber langfristig die globale Sicherheit stärken.
Quellen
Trump sagt, dass ein neues Atomabkommen erforderlich ist, um New START zu ersetzen.
„Wenn es ausläuft, läuft es eben aus“, sagt Trump gegenüber der NYT zum Atomabkommen zwischen den USA und Russland.


