Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender sind am 3. Dezember 2025 in Großbritannien eingetroffen, wo sie von König Charles III. und Queen Camilla im Windsor Castle mit militärischen Ehren empfangen werden. Dieser dreitägige Staatsbesuch markiert den ersten eines deutschen Präsidenten in 27 Jahren und unterstreicht die vertieften Beziehungen nach dem Brexit. Steinmeier wird mit Prinz William und Prinzessin Catherine am Flughafen Heathrow begrüßt, bevor ein Bankett im Windsor Castle folgt.
Programm-Highlights und protokollarische Höhepunkte
Am ersten Tag steht ein Treffen mit Premierminister Keir Starmer auf dem Programm, ergänzt durch Gespräche mit Wirtschaftsvertretern von Firmen wie Siemens, BMW und Mercedes. Am Donnerstag legt Steinmeier einen Kranz an der Grabstätte von Queen Elizabeth II. und spricht vor dem britischen Parlament – eine seltene Ehre. Am Freitag besucht er Coventry, um an den Bombardements des Zweiten Weltkriegs zu erinnern, und das David-Bowie-Zentrum in London.
Stärkung von Sicherheit und Wirtschaft
Der Besuch fällt in eine Phase engerer Zusammenarbeit, geprägt vom Kensington-Vertrag aus Juli 2025, der Handel, Sicherheit und Verteidigung vorantreibt. Themen wie Unterstützung für die Ukraine und europäische Sicherheit dominieren die Agenda, inmitten post-Brexit-Normalisierung. Mercedes plant zudem eine Investition von rund 20 Millionen Pfund in Elektrofahrzeug-Technologie.
Historischer Kontext und Symbolik
Letzter deutscher Staatsbesuch war 1998 durch Roman Herzog; nun feiert man versöhnte Nachbarschaft mit Pomp wie Kutschenfahrten und Bärenfellmützen. Der Termin erwidert Charles’ Besuch in Berlin 2023 und signalisiert strategische Partnerschaft. Trotz historischer Narben wie Coventry-Bombardements betonen beide Seiten gemeinsame Zukunft.
Quellen
Deutscher Bundespräsident landet zu seinem ersten Staatsbesuch seit 27 Jahren in Großbritannien
Deutschland-Nachrichten: Bundespräsident Steinmeier zu Staatsbesuch in Großbritannien


