Der britische Premierminister Keir Starmer ist in Peking angekommen, um die Beziehungen zu China zu festigen – der erste Besuch eines UK-Regierungschefs seit acht Jahren. Dies geschieht inmitten globaler Spannungen, da China gezielt um die Gunst von US-Verbündeten wirbt.
Hintergrund des Besuchs
Starmer traf Präsident Xi Jinping im Großen Saal des Volkes zu Gesprächen über wirtschaftliche Kooperation. Begleitet von über 50 Wirtschaftsvertretern aus Sektoren wie Pharma, Luftfahrt und Banken, betonte er Chancen für den britischen Wirtschaftsaufschwung. Der dreitägige Trip umfasst auch Treffen mit Premier Li Qiang und eine Weiterreise nach Shanghai.
Pekings Strategie gegenüber US-Verbündeten
China nutzt die Reise, um sein Image als zuverlässiger Partner zu stärken und Risse in westlichen Allianzen auszunutzen, etwa durch Trumps Handelspolitik. Ähnliche Besuche von Kanadas Mark Carney und Frankreichs Macron zeigen Pekings Offensive. Xi forderte Starmer auf, über Differenzen hinauszugehen und Kooperation zu vertiefen.
Spannungen und Kritik
Trotz Fokus auf Handel werden Menschenrechtsfragen wie der Fall Jimmy Lais in Hongkong angesprochen. Beziehungen waren seit 2019 frostig wegen Hongkongs, Russlands Ukraine-Politik und Spionagevorwürfen. In Großbritannien kritisieren Konservative Sicherheitsrisiken.
Wirtschaftliche Chancen und Risiken
Starmer plädiert für eine „reife“ Partnerschaft mit der zweitgrößten Volkswirtschaft. Abkommen zu Handel und Bekämpfung illegaler Migration sind geplant. Experten sehen hier Potenzial, warnen aber vor Abhängigkeiten.
Quellen
Der britische Politiker Keir Starmer besucht China, während Peking um die Gunst der Verbündeten der USA wirbt.
China’s Xi Jinping, UK’s Keir Starmer agree to deepen economic ties