US-Präsident Donald Trump hat die internationale Truppenpräsenz in Afghanistan scharf kritisiert und behauptet, diese seien nie gebraucht worden und hätten sich fern der Front aufgehalten. Militärexperte Professor Carlo Masala widerspricht diesen Aussagen vehement und unterstreicht die echten Kampfeinsätze der Bundeswehr.
Trumps kontroverse Behauptungen
Trump äußerte abfällig: „Wir haben sie nie gebraucht“ und die Truppen hätten „ein Stück abseits der Frontlinien“ operiert. Diese Worte lösten Empörung unter NATO-Partnern aus, darunter auch in Deutschland. Verteidigungsminister Boris Pistorius dankte der Bundeswehr für ihren „Mut und hochprofessionellen Einsatz“.
Masalas scharfe Widerlegung
Professor Carlo Masala von der Bundeswehr-Universität München betont: „Von daher stimmt Trumps Aussage für die Bundeswehr nicht.“ Zwischen 2002 und 2021 waren über 160.000 deutsche Soldaten in Afghanistan im Einsatz, 59 Soldaten und drei Polizisten verloren ihr Leben. Masala argumentiert, dass allein diese Verluste Trumps Darstellung widerlegen.
Heldentaten der Bundeswehr
Schon 2001 beteiligten sich deutsche Spezialkräfte (KSK) an Operationen wie „Tora Bora“ und „Anaconda“ gegen Taliban und Al-Qaida. Ab 2008 rückte die Front direkt zur Bundeswehr: Beim „Karfreitagsgefecht“ 2010 bei Isa Khel kämpften Fallschirmjäger acht Stunden lang, drei fielen, vier wurden verwundet. General Sembritzki führte 2010 die „Quick Reaction Force 5“ und eroberte Shahabuddin von den Taliban zurück.
Politische Gründe für Einschränkungen
Masala räumt ein, dass die Bundeswehr nicht voll an US-Antiterror-Operationen teilnahm – doch „weil es politisch nicht gewollt war“. Die Truppen fokussierten Wiederaufbau und regionale Kommandos im Norden, wo die Lage ab 2008 eskalierte. Experten wie Masala fordern Anerkennung für diese Leistungen.
Quellen
Militärexperte Masala: Trump-Aussage stimmt nicht!
Trump lobt plötzlich britische Soldaten – während deutsche Regierung empört reagiert