Die Insel Kharg im Persischen Golf steht im Zentrum der jüngsten Entwicklungen im Konflikt zwischen Iran, USA und Israel. Trotz ihrer enormen strategischen Bedeutung blieb Kharg bislang von direkten Angriffen verschont.
Strategische Bedeutung von Kharg
Kharg ist das wichtigste Ölterminal des Iran, über das rund 90 Prozent der Rohölexporte des Landes ablaufen. Die kleine Koralleninsel, etwa 20 Quadratkilometer groß, verlädt täglich Millionen Barrel Öl, was sie zur wirtschaftlichen Lebensader der Mullahs macht. Satellitenbilder zeigen, dass der Betrieb trotz des Krieges weitergeht, mit Tankern, die kürzlich beladen wurden.
Spekulationen um US-Besetzung
US-Präsident Donald Trump erwägt laut Berichten eine militärische Einnahme von Kharg, um dem iranischen Regime die Einnahmequelle abzuschneiden. Experten wie Guy Laron sehen darin eine rationale Strategie, ähnlich dem Vorgehen in Venezuela, ohne Regimewechsel zu erzwingen. JPMorgan warnt, dass eine Besetzung die iranische Ölproduktion halbieren könnte und den Ölpreis weiter in die Höhe treiben würde.
Iran räumt Öllager auf Kharg
Satellitenanalysen deuten darauf hin, dass der Iran seit Wochen heimlich seine Öllager auf Kharg leert, aus Furcht vor einer US- oder israelischen Besetzung. Von 27 vollen Tanks im Januar sind nur noch neun übrig, während Exporte vor dem Kriegsbeginn auf Rekordniveau gesteigert wurden. Dies könnte auf Vorbereitungen für eine Eskalation hindeuten.
Auswirkungen auf den Ölmarkt
Ein Angriff auf Kharg würde den globalen Energiemarkt erschüttern, da 20 Prozent des Weltöls durch die Straße von Hormus fließen. Derzeit sind Ölpreise bereits über 100 Dollar pro Barrel gestiegen, und eine Blockade würde die Preise explodieren lassen. Dennoch halten USA und Israel zurück, um eine Nachfolgeregierung nicht zu schwächen.
Quellen
Warum verschonen die USA und Israel das wichtigste Ölterminal des Iran?
Greift Trump nach Kharg?


