Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat den Abzug von 700 Einsatzkräften der Einwanderungsbehörde ICE und der Grenzschutzbehörde CBP aus dem Bundesstaat Minnesota angekündigt. Dieser Schritt erfolgt nach tödlichen Vorfällen und anhaltenden Protesten in Minneapolis. Insgesamt bleiben etwa 2000 Beamte vor Ort, um die Massenabschiebungskampagne fortzusetzen.
Hintergrund der Eskalation
Im Januar 2026 kam es in Minneapolis zu tödlichen Schüssen durch Bundesbeamte: Zuerst wurde die unbewaffnete Autofahrerin Renee Good erschossen, gefolgt vom Krankenpfleger Alex Pretti am 24. Januar. Diese Ereignisse lösten landesweite Proteste gegen die rigorose Abschiebepolitik aus, die Tausende von ICE- und CBP-Mitarbeitern in den demokratisch regierten Bundesstaat entsandte. Republikaner äußerten sich teils entsetzt, während die Spannungen eskalierten.
Rolle von Tom Homan
Grenzschutzbeauftragter Tom Homan, von Trump entsandt, begründete den Abzug mit einer “präzedenzlosen” Kooperation lokaler Behörden. Nach Gesprächen mit Vertretern der Demokratischen Partei sicherten diese die Auslieferung festgenommener Einwanderer zu. Homan betonte, nie zuvor eine solche Zusammenarbeit erlebt zu haben und lobte den Fortschritt als “überraschend gut”.
Auswirkungen auf Trumps Politik
Der Teilabzug signalisiert kein Einlenken in der Abschiebepolitik, sondern eine Anpassung für effizientere Einsätze. Trump selbst versprach ein “sanfteres Vorgehen”, doch die Kampagne gegen illegale Einwanderung läuft weiter. Experten sehen darin eine Reaktion auf öffentlichen Druck, ohne die Kernziele aufzugeben.
Quellen
US-Regierung zieht 700 Einsatzkräfte ab
US-Regierung zieht 700 Beamte von ICE und Grenzschutz aus Minnesota ab