Präsident Donald Trump hat seinen Grenzbeauftragten Tom Homan nach Minnesota entsandt, um die eskalierenden Proteste und Unruhen im Bundesstaat zu beruhigen. Homan, ein Veteran der Einwanderungsbehörde ICE, soll für die Wiederherstellung von Recht und Ordnung sorgen, während Gerichte und lokale Politiker gegen die harten Abschiebemaßnahmen vorgehen.
Hintergrund der Krise in Minnesota
In Minneapolis und Umgebung hat die Regierung Trump Tausende Bundesbeamte der ICE und Grenzschutzbehörden stationiert, um illegale Migranten festzunehmen und abzuschieben. Die Einsätze führten zu gewaltsamen Protesten, darunter tödliche Vorfälle wie den Schuss auf eine Krankenschwester namens Alex Pretti, was die Spannungen weiter anheizte. Lokale Demokraten wie Bürgermeister Jacob Frey und Gouverneur Tim Walz fordern den Abzug der Beamten und werfen der Bundesregierung vor, Chaos zu stiften.
Tom Homans Rolle als Grenz-Zar
Tom Homan, 64 Jahre alt, begann seine Karriere als Polizist in New York und leitete später Abschiebungen unter Präsident Obama. Trump setzt ihn nun ein, um mit Gouverneur Walz zusammenzuarbeiten und „kriminelle illegale Ausländer“ zu verhaften – ein Plan, den das Weiße Haus als „klaren und einfachen Weg zur Wiederherstellung von Recht und Ordnung“ bezeichnet. Homan plant Gespräche vor Ort, während der umstrittene Kommandeur Gregory Bovino abgezogen wird.
Gerichtliche Bremsen und Proteste
Ein US-Bundesrichter stoppte kürzlich die Inhaftierung anerkannter Flüchtlinge in Minnesota und ordnete die Freilassung bereits Festgenommener an, was Berater Stephen Miller als „juristische Sabotage“ brandmarkte. Die Proteste spitzen sich zu, mit Vorwürfen gegen ICE-Agenten, die in Schulen, Restaurants und Wohngebieten razen; internationale Stimmen wie UN-Generalsekretär Guterres fordern Mäßigung.
Trumps Reaktion und Ausblick
Trump telefonierte persönlich mit Walz und stimmte einem teilweisen Abzug von ICE-Truppen zu, beharrt aber auf seiner Abschiebepolitik und macht Demokraten für die Gewalt verantwortlich. Die Situation bleibt angespannt, mit laufenden Klagen und dem Risiko weiterer Eskalationen in den Twin Cities.
Quellen
US-Grenzbeauftragter in Minnesota will „Recht und Ordnung wiederherstellen“
Trump-Wende in Minneapolis: US-Regierung zieht ICE-Kommandeur ab – Wer ist sein Nachfolger?