Führende Gewerkschaften wie Verdi und DGB fordern eine klare Brandmauer gegen die AfD in der Wirtschaft, nachdem der Verband der Familienunternehmer Kontakte zur Partei aufgenommen hat.
Hintergrund der Debatte
Der Verband der Familienunternehmer hat AfD-Vertreter zu Veranstaltungen eingeladen, was als Annäherung an eine vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Partei kritisiert wird. Gewerkschaftsführer wie Frank Werneke von Verdi warnen vor einer Abdrift nach rechts und historischen Parallelen. Anja Piel vom DGB betont, dass das Einreißen der Brandmauer Demokratie und den Wirtschaftsstandort gefährdet.
Positionen der Gewerkschaften
Verdi-Chef Werneke appelliert an Wirtschaftsverbände, sich eindeutig gegen die AfD zu positionieren, da sie den Zusammenhalt in Europa untergrabe. Der DGB fordert Mitgliedsunternehmen auf, unmissverständlich hinter die Brandmauer zu treten, um Rekrutierung ausländischer Fachkräfte nicht zu erschweren. Gewerkschaften wie IG Metall in Baden-Württemberg nennen solche Dialoge fatal und demokratiegefährdend.
Reaktionen in der Wirtschaft
Unternehmen wie Rossmann und Vorwerk haben den Familienunternehmer-Verband verlassen, während andere Verbände wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks zurückhaltend bleiben. Die Debatte offenbart Unsicherheit in der Wirtschaft angesichts politischer Frustrationen und Rezessionsängsten. Ministerpräsident Winfried Kretschmann unterstreicht den Konsens demokratischer Parteien gegen Zusammenarbeit mit der AfD.
Quellen
Ver.di und DGB warnen vor AfD-Kurs der Familienunternehmer
Gewerkschafter rufen zu Brandmauer in der Wirtschaft auf

