Bill und Hillary Clinton haben nach monatelanger Weigerung ihre Bereitschaft erklärt, vor einem US-Kongressausschuss zum Skandal um Jeffrey Epstein auszusagen. Diese Kehrtwende kommt inmitten drohender Anklagen wegen Missachtung des Kongresses und markiert eine wichtige Entwicklung in der anhaltenden Aufarbeitung der Affäre.
Hintergrund des Epstein-Skandals
Jeffrey Epstein, der 2019 verstorbene Sexualstraftäter, unterhielt enge Kontakte zu prominenten Persönlichkeiten, darunter Bill Clinton, dessen Name mehrfach in den Akten auftaucht. Der republikanisch geführte Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses forderte die Clintons bereits im August 2025 zur Aussage auf, was sie als “rechtlich unwirksam” und politisch motiviert ablehnten. Hillary Clinton wurde ebenfalls vorgeladen, da der Ausschuss Verbindungen zu Epsteins Netzwerk untersucht.
Die anfängliche Weigerung der Clintons
Das Paar argumentierte, bereits freiwillig alle relevanten Informationen unter Eid geliefert zu haben, und warf Ausschussvorsitzendem James Comer vor, ein Verfahren zur politischen Bestrafung zu planen. Im Januar 2026 verweigerten sie eine Anhörung explizit, was zu Empfehlungen für Anklagen führte – unterstützt von neun Demokraten im Ausschuss. Bis zu 12 Monate Haft drohten bei Verurteilung wegen Missachtung.
Wende durch drohendes Verfahren
Angesichts einer bevorstehenden Abstimmung im Repräsentantenhaus über Anklagen haben die Anwälte der Clintons nun zugesagt, zu einem vereinbarten Termin persönlich auszusagen. Clintons Sprecher betonte auf X: “Sie freuen sich darauf, einen Präzedenzfall zu schaffen, der für alle gilt.” Sprecher des Hauses Mike Johnson nannte dies eine “gute Entwicklung”, ohne die Abstimmung abzuschreiben.
Politische Implikationen
Die Entscheidung könnte Transparenz in der Epstein-Affäre fördern, in der auch Donald Trumps Name fällt, ohne nachweisbares Fehlverhalten. Republikaner wie Trump nutzen den Fall, um Demokraten anzugreifen, während die Clintons auf parteiische Motive hinweisen. Die Aussage könnte neue Dokumente freilegen und den Skandal weiter anheizen.
Quellen
Bill und Hillary Clinton wollen doch im Kongress zu Epstein aussagen
Clintons zu Aussage vor Epstein-Ausschuss bereit