Kriege, Klimasorgen und politische Spannungen – 2025 war kein Jahr der Leichtigkeit. Doch gerade in dieser Unruhe wächst der Wunsch nach einer positiven Perspektive. Zwölf bekannte Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Sport und Politik haben mit darüber gesprochen, was sie hoffnungsvoll in das Jahr 2026 blicken lässt.
Apfelbäume und Zukunftsglauben
Schauspielerin Nina Hoss erinnert an ein altes Luther-Zitat: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Für sie steht dieses Bild für das Vertrauen, dass selbst kleine Gesten Sinn haben. „Ich halte mich an allem fest, was wächst und lebt – das ist für mich Widerstand gegen die Dunkelheit“, sagt sie.
Fußball-WM als Gemeinschaftserlebnis
Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht in der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ein Symbol des Zusammenhalts: „Sport kann Brücken bauen, auch zwischen Menschen, die sich ansonsten nicht begegnen würden.“ Besonders freue er sich auf junge Talente, „die zeigen, dass Leidenschaft immer noch wichtiger ist als Zynismus“.
Technik und Wissenschaft mit menschlichem Maß
Die Klimaökonomin Maja Göpel bleibt optimistisch, weil „immer mehr Menschen verstehen, dass Fortschritt nicht nur in Zahlen, sondern im Zusammenleben messbar ist“. Sie verweist auf nachhaltige Technologien, die 2026 marktreif werden – vom CO₂‑freien Zement bis zu innovativen Recyclingmethoden.
Kultur als Kompass
Musiker Herbert Grönemeyer sieht in der Kultur die „letzte Bastion der Menschlichkeit“. Seine Hoffnung fürs neue Jahr: „Dass Musik, Film und Kunst wieder mehr Kraft entfalten, Menschen zusammenzubringen.“ Festivals und Live-Auftritte sollten wieder Orte sein, „an denen man über Dinge spricht, statt sich nur zu empören.“
Politik und Perspektiven
Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot glaubt, dass 2026 ein Jahr des Nachdenkens über Demokratie wird. „Die Menschen haben genug von Dauerempörung. Ich spüre eine neue Bereitschaft, zuzuhören, statt immer nur zu urteilen.“
Und selbst Donald Trumps 80. Geburtstag, bemerkt ein Kommentator augenzwinkernd, erinnere daran, dass politische Ewigkeiten selten sind – „auch Populismus altert.“
Hoffnung im Alltag
Viele Gesprächspartner*innen betonen die kleinen Dinge: Begegnungen im Supermarkt, Nachbarn, die sich helfen, Familien, die wieder zusammenfinden. Der Comedian Hazel Brugger sagt: „Ich sehe jeden Tag Leute, die freundlich sind, obwohl sie nichts davon haben – das reicht oft als Zeichen, dass die Welt noch funktioniert.“
Ein Panorama des Lächelns
So unterschiedlich die Stimmen sind, sie teilen eine Haltung: Die Welt bleibt unruhig, aber Hoffnung ist eine bewusste Entscheidung. Wer lächelt, auch wenn es schwerfällt, zeigt Mut. Oder, wie es ein Prominenter formulierte: „Wir müssen da jetzt durch – aber bitte mit einem Lächeln im Gesicht.“
Quellen
Ein Jahr voller Hoffnung: Was Stars 2026 optimistisch stimmt
Trotz Krisen lächeln: Prominente über ihre Zuversicht fürs neue Jahr