David Cameron teilte kürzlich mit, dass bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert wurde. Zu diesem Schritt habe ihn seine Frau Samantha ermutigt, nachdem beide im Jahr 2024 im Radio einen Bericht über das Thema hörten. Nach einem erhöhten PSA-Blutwert bestätigte eine Biopsie die Erkrankung. Die anschließende Therapie war erfolgreich, Cameron gilt als geheilt.
Behandlung und persönliche Konsequenzen
Der ehemalige Premierminister berichtet, die Nachricht von der Krebsdiagnose sei „ein Schock“ gewesen. Für die Behandlung entschied er sich für eine sogenannte Fokaltherapie, bei der gezielt Tumorzellen zerstört werden. Nach der Behandlung wurde kein weiterer Krebs nachgewiesen. Cameron sagt, er habe mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit gehen wollen, um anderen Männern Mut zur Vorsorge zu machen.
Bedeutung für Gesundheitspolitik und politische Botschaft
Cameron nutzte die Diagnose, um auf die Wichtigkeit frühzeitiger Prostatakrebs-Vorsorge aufmerksam zu machen. Er unterstützt das neue britische Transform-Projekt, das die besten Screening-Methoden erprobt und mit der NHS-Diagnostik vergleicht. Bisher gibt es im Vereinigten Königreich noch kein flächendeckendes Screening für Prostatakrebs, auch da PSA-Tests als fehleranfällig gelten. Cameron fordert eine Offensive für gezielte Vorsorgeuntersuchungen, insbesondere bei Männern mit erhöhtem Risiko.
Politische und gesellschaftliche Reaktionen
Die Offenlegung seiner Erkrankung fand in Großbritannien breite Resonanz. Cameron wird von Gesundheitsorganisationen und anderen Betroffenen für seine Offenheit und seinen Einsatz für Prävention gelobt. Mit seinem Schritt reiht er sich in eine wachsende Zahl prominenter Persönlichkeiten ein, die ihre Krankheiten öffentlich machen und gesellschaftliche Veränderungen anstoßen wollen
Quellen:
David Cameron an Prostatakrebs erkrankt
Großbritannien: Britischer Ex-Premier Cameron hatte Prostata-Krebs