Ein Straßenkraftwerk ist ein innovatives Energiesystem, das die Bewegungsenergie vorbeifahrender Fahrzeuge auf der Straße in elektrischen Strom umwandelt. Diese Technologie nutzt speziell eingebaute Platten im Straßenbelag, die durch den Druck der Fahrzeuge kleine Impulse erzeugen. Diese Impulse werden über ein hydraulisch-mechanisches System in sauberen Strom umgewandelt, der entweder in Akkus gespeichert oder direkt ins Stromnetz eingespeist wird.
Funktionsweise eines Straßenkraftwerks
Das System besteht aus Unterflur mechanischen Platten, die etwa zehn Zentimeter tief in den Straßenbelag eingebaut sind. Wenn ein Fahrzeug darüber fährt, werden sogenannte Trigger leicht nach unten gedrückt, wodurch ein Druckimpuls entsteht. Dieser Impuls aktiviert Magnete, die in einem Energieumwandler elektrische Spannung erzeugen. Dies führt zur Rückgewinnung von bis zu zehn Gigawattstunden pro Jahr an Energie, besonders bei stark befahrenen Straßenabschnitten wie vor Ampeln, Kreisverkehren oder Mautstellen.
Vorteile und Einsatzgebiete
- Nutzung sonst verlorener Bewegungsenergie im Straßenverkehr
- Kein zusätzlicher Flächenbedarf, da die Anlagen in bestehende Straßen integriert werden
- Umweltfreundliche Energiequelle, unabhängig von Wetter und Tageszeit
- Schnelle Amortisation bei ausreichend hoher Verkehrsfrequenz
- Besonders geeignet für stark frequentierte urbane Verkehrspunkte und Häfen, wie beispielhaft im Hamburger Hafen bereits in Betrieb genommen wurde.
Quellen
Was bitte ist ein Straßenkraftwerk?
Tiroler Startup präsentiert Straßenkraftwerk am Hamburger Hafen