US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die USA ihren Kampf gegen mutmaßliche Drogenhändler aus Venezuela bald auf Einsätze an Land ausweiten wollen. In einer virtuellen Schaltung mit US-Soldaten erklärte er, der Seeweg sei weitgehend gestoppt und Operationen an Land seien einfacher durchzuführen. Diese Eskalation folgt auf kürzliche Marineeinsätze in der Karibik, bei denen Boote angegriffen wurden.
Trumps direkte Ankündigung
Trump sagte wörtlich: „Ihnen ist wahrscheinlich aufgefallen, dass man nicht mehr auf dem Seeweg liefern will, und wir werden sehr bald damit beginnen, sie auch an Land zu stoppen.“ Er betonte, dass die USA Drogenhändler warnen: „Hören Sie auf, Gift in unser Land zu schicken.“ Details zu den geplanten Landoperationen nannte er nicht, doch die Ankündigung markiert eine neue Phase im Konflikt.
Bisherige US-Einsätze in der Karibik
Seit September 2025 haben US-Streitkräfte mindestens 21 Angriffe auf mutmaßliche Schmugglerboote in der Karibik und im Ostpazifik durchgeführt, bei denen über 80 Menschen getötet wurden. Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge wurden dorthin verlegt, um den Drogenhandel zu bekämpfen. Venezuela gilt als Transitland für Kokain aus Kolumbien, weniger als Produzent.
Vorwürfe gegen Maduro-Regime
Die US-Regierung wirft Präsident Nicolás Maduro vor, aktiv in den Drogenhandel verwickelt zu sein, etwa über das „Kartell der Sonnen“ aus Militärs. Ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar auf Maduro wurde ausgesetzt. Maduro bestreitet dies und sieht US-Pläne zu seinem Sturz.
Venezuelas Reaktion und Hintergrund
Das venezolanische Kommunikationsministerium hat bisher nicht reagiert. Maduro wirft den USA Regimewechsel-Vorhaben vor und droht mit bewaffnetem Widerstand bei einer Invasion. Experten zweifeln, ob der Drogenkampf alleiniges Motiv ist, da Venezuela primär Transitland für Europa ist, nicht für US-Drogen wie Fentanyl aus Mexiko.
Quellen
Trump will venezolanische Drogenhändler “auch an Land stoppen”
»sehr bald« gegen venezolanische Drogenhändler an Land vorgehen