In den Vereinigten Staaten sind kurz vor dem Jahreswechsel Tausende Flüge gestrichen oder erheblich verspätet worden. Grund ist ein heftiger Wintersturm, der von den nördlichen Great Plains bis in den Mittleren Westen zieht. Laut Daten der Plattform FlightAware waren am Samstag über 4.000 Flüge betroffen – sowohl innerhalb der USA als auch internationale Verbindungen. Besonders stark betroffen sind die Flughäfen in Chicago, Denver und Minneapolis.
Die US-Wetterbehörde National Weather Service (NWS) warnte vor gefährlichen Schneefällen, Vereisung und Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h. Behörden rieten Reisenden, nur dringend notwendige Fahrten anzutreten und sich auf extreme Temperaturen einzustellen.
Auswirkungen auf Reisen und Infrastruktur
Neben dem Luftverkehr ist auch der Straßen- und Bahnverkehr erheblich beeinträchtigt. In mehreren Bundesstaaten, darunter Iowa, Nebraska und Wisconsin, wurden Teile der Autobahnen vorübergehend gesperrt. Tausende Haushalte sind zudem ohne Strom, nachdem eisige Winde Stromleitungen beschädigt haben.
Die Fluggesellschaften United Airlines und American Airlines haben nach eigenen Angaben flexible Umbuchungsoptionen für betroffene Passagiere eingerichtet. Einige Reisende haben nach Stunden des Wartens improvisierte Schlafplätze an den Terminals gefunden, da Hotels in Flughafennähe ausgebucht sind.
Meteorologen warnen vor weiterem Temperatursturz
Der NWS prognostiziert, dass die Temperaturen in weiten Teilen des Landes in den kommenden Tagen um bis zu 20 Grad Celsius unter den Durchschnitt fallen könnten. Zudem sei mit einem weiteren Sturm aus dem Norden zu rechnen, der insbesondere die Ostküste treffen dürfte.
Meteorologin Sarah Johnson vom Weather Prediction Center sagte gegenüber Reuters, dass solche Polarluftausbrüche durch eine instabile Jetstream-Lage begünstigt würden, die derzeit ungewöhnlich kräftige Winde über den nördlichen Kontinent treibt.
Quellen
Winterchaos in den USA: Sturm legt Flugverkehr lahm
Eisige Front: Tausende Flüge in den USA gestrichen