In den Vereinigten Staaten zeichnet sich ein neuer Konflikt zwischen der Bundesregierung und dem Bundesstaat New York ab. Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge damit gedroht, Bundesmittel an New York zu kürzen, sollte der linke Demokrat Zohran Mamdani bei den kommenden Wahlen auf Landesebene gewinnen. Mamdani, derzeit Abgeordneter im New Yorker Parlament und prominentes Mitglied des progressiven Flügels der Demokraten, gilt als scharfer Kritiker von Trumps wirtschafts- und sozialpolitischem Kurs.
Nach Trumps Darstellung verhindere die Politik Mamdanis Investitionen und untergrabe die öffentliche Sicherheit. In einer Erklärung sagte der Präsident, New York werde „keine Sonderbehandlung“ erhalten, wenn es „anti-amerikanische Wirtschaftsprogramme“ unterstütze. Die Äußerung erfolgte unmittelbar nach einer Kundgebung in Staten Island, bei der Trump erneut betonte, „nicht zulassen zu wollen, dass linksextreme Politiker Bundesgelder missbrauchen“.
Reaktionen in New York
Führende Vertreter der Demokratischen Partei in New York reagierten mit Empörung auf die Drohungen aus Washington. Gouverneurin Kathy Hochul bezeichnete Trumps Äußerungen als „einen Angriff auf den Föderalismus“ und erklärte, der Präsident habe „weder die rechtliche noch moralische Grundlage“, Bundesgelder als politisches Druckmittel einzusetzen. Auch Mamdani selbst reagierte über soziale Medien und warf Trump einen „autoritären Machtmissbrauch“ vor.
Wenn der Präsident Millionen New Yorkerinnen und New Yorker für ihre demokratische Entscheidung bestrafen will, zeigt das, wovor wir alle gewarnt haben: eine Regierung, die Gegner nicht toleriert“, schrieb Mamdani auf der Plattform X.
Mögliche politische Folgen
Politische Beobachter sehen in Trumps Drohung einen Versuch, progressiven Bewegungen auf Bundesstaatsebene entgegenzuwirken. New York, das in den letzten Jahren für seine sozialpolitischen Reformen im Wohnungs- und Arbeitsrecht bekannt wurde, gilt als Symbol für innerparteiliche Spannung zwischen gemäßigten und linken Demokraten.
Analysten warnen, dass ein tatsächlicher Finanzentzug verfassungsrechtliche Auseinandersetzungen zur Folge hätte. Ähnliche Konflikte über die Nutzung von Bundesmitteln gab es bereits während Trumps erster Amtszeit, etwa im Zusammenhang mit Klimaschutzprogrammen in Kalifornien. Sollte Trump seinen Plan umsetzen, drohen weitreichende Folgen – nicht nur für New York, sondern auch für das Verhältnis zwischen Bund und Bundesstaaten insgesamt.
Quellen
Trump unterstützt Cuomo und droht, die Mittel für New York City zu kürzen, falls Mamdani die Bürgermeisterwahl gewinnt. – reuters.com
Trump unterstützt Cuomo und droht mit Kürzung der Bundesmittel, sollte der – foxnews.com