Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat am 5. Dezember 2025 eine aktualisierte National Security Strategy veröffentlicht, die eine harte Kritik an Europa übt und explizit vorschlägt, Widerstand gegen die aktuelle Entwicklung des Kontinents zu fördern. Das 33-seitige Dokument warnt vor einem „zivilisatorischen Auslöschungsprozess“ durch wirtschaftlichen Niedergang und Migration und prognostiziert, dass Europa in 20 Jahren „un erkennbar“ sein könnte. Es positioniert die USA als Förderer patriotischer Bewegungen in Europa, die gegen Einwanderung und Regulierungen vorgehen.
Kritik an Europa und NATO-Zukunft
Das Strategiepapier stellt europäische Nationen als schwach dar und bezweifelt ihre Zuverlässigkeit als NATO-Partner, insbesondere falls sie durch Migration „mehrheitsnicht-europäisch“ werden. Es fordert ein schnelles Ende der Feindseligkeiten in der Ukraine, um europäische Ökonomien zu stabilisieren und Stabilität mit Russland wiederherzustellen – entgegen der Haltung vieler EU-Staaten. Zudem wird eine Revitalisierung der Monroe-Doktrin in der westlichen Hemisphäre angekündigt, was Europas Einflussbereich weiter einschränkt.
Reaktionen aus Europa
Deutsche Außenminister Johann Wadephul wies US-Ratschläge zu Freiheit der Meinungsäußerung und Gesellschaftsorganisation zurück und betonte, dass solche Themen nicht in NATO-Gespräche gehören. Die EU-Kommission hatte das Dokument noch nicht vollständig geprüft, signalisierte aber Irritation über die interventionistische Haltung. Experten sehen in der Sprache Echos der „Great Replacement“-Theorie und warnen vor Spannungen in der transatlantischen Partnerschaft.
Auswirkungen auf transatlantische Beziehungen
Trumps „America First“-Doktrin priorisiert nun die westliche Hemisphäre, den Indopazifik und den Nahen Osten vor Europa, was als Abkehr von traditionellen Allianzen gilt. Vizepräsident JD Vance hatte bereits in München europäische interne Bedrohungen kritisiert. Die Strategie könnte rechte Parteien in Europa stärken, birgt aber das Risiko diplomatischer Krisen.
Quellen
So will sich der US-Präsident in Europa einmischen
Die nationale Sicherheitsstrategie von Trump fordert, den Widerstand in Europa zu stärken und die Rolle der USA in der westlichen Hemisphäre zu verändern.