Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird in den kommenden Tagen zu Gesprächen in London erwartet. Nach Angaben britischer Regierungsquellen stehen bilaterale Beratungen mit Premierminister Keir Starmer im Mittelpunkt, die sich auf militärische Unterstützung, Wiederaufbauprojekte und diplomatische Wege zu einem möglichen Waffenstillstand konzentrieren sollen.Selenskyj reist nach Großbritannien, nachdem in der EU und den USA erneut über die Bedingungen eines möglichen Friedensplans mit Russland diskutiert wurde. Die britische Presse berichtet, dass das Treffen Teil einer „europäischen Konsultationsrunde“ sei, bei der auch Gespräche in Paris und Berlin folgen könnten.
Trump: „Selenskyj hat Friedensplan nicht gelesen“
Unterdessen sorgte der frühere US-Präsident Donald Trump für Aufsehen, indem er behauptete, Selenskyj habe den jüngsten amerikanischen Friedensvorschlag „nicht einmal gelesen“. Trump, der seine Rückkehr in die US-Politik vorbereitet, erklärte in einem Interview mit dem konservativen Nachrichtensender Newsmax, sein Team habe einen „realistischen Plan“ zur Beendigung des Krieges in der Ukraine ausgearbeitet. Ukrainische Regierungsvertreter wiesen die Aussage zurück und betonten, dass Kiew alle relevanten diplomatischen Dokumente sorgfältig prüfe. Selenskyjs Sprecher bezeichnete Trumps Kommentar als „Teil einer innenpolitischen Debatte in den USA“, die keine Auswirkungen auf die laufenden Gespräche mit Partnerländern habe.
Hintergrund: Neue Dynamik in den Friedensgesprächen
Nach knapp drei Jahren Krieg wächst der Druck auf alle beteiligten Seiten, diplomatische Lösungen anzustreben. Während Russland weiterhin militärische Operationen im Osten der Ukraine fortsetzt, setzen westliche Hauptstädte zunehmend auf Verhandlungen. Großbritannien gilt dabei als einer der wichtigsten Unterstützer der Ukraine. Premierminister Starmer hat mehrfach betont, dass London Kiew weiterhin militärisch, wirtschaftlich und politisch beistehen werde – zugleich wolle man „alle realistischen Friedensoptionen“ prüfen, die die Souveränität der Ukraine respektieren.
Quellen
Trump kritisiert Selenskyj vor London-Reise: „Er hat den neuen Friedensplan nicht gelesen
London bereitet sich auf Selenskyj-Besuch vor – Trump zweifelt an Kenntnis von Friedensplan


