Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem kurzfristig anberaumten Besuch nach London gereist, wo er sich mit Spitzenpolitikern aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien traf. Neben CDU-Chef Friedrich Merz nahmen auch der französische Präsident Emmanuel Macron sowie der britische Premierminister Keir Starmer an den Gesprächen teil. Im Mittelpunkt standen Fragen der europäischen Sicherheitsarchitektur, der militärischen Unterstützung der Ukraine sowie künftige Sicherheitsgarantien.
Schwerpunkt: Weitere Waffenlieferungen und Winterhilfe
Nach Angaben ukrainischer Regierungsvertreter bat Selenskyj insbesondere um zusätzliche Luftabwehrsysteme und Munition, um die Energieinfrastruktur seines Landes gegen russische Angriffe zu schützen. Der harsche Winter und die zunehmenden russischen Drohnenattacken haben den Druck auf die ukrainische Regierung zuletzt erhöht. Merz sicherte laut Medienberichten zu, sich in Berlin weiterhin für eine Beschleunigung der Waffenlieferungen einzusetzen.
Macron betont den Zusammenhalt Europas
Frankreichs Präsident Macron hob vor Journalisten hervor, dass „die Unterstützung der Ukraine nicht nachlassen dürfe“. Er sprach zudem von einer „europäischen Verantwortung“, die territoriale Integrität des Landes zu sichern. Auch Premier Starmer unterstrich die Bedeutung einer gemeinsamen Linie innerhalb der G7 und NATO, um Russlands Einflussversuche einzudämmen.
Bedeutung für den europäischen Kurs
Das Treffen in London gilt als ein Versuch, die transatlantische und europäische Koordination zu stärken – insbesondere angesichts eines möglichen Strategiewechsels in den USA nach den kommenden Präsidentschaftswahlen. Beobachter werteten die Gespräche als Signal einer engeren europäischen Führungsrolle in der Ukraine-Politik.
Quellen
Selenskyj trifft Merz, Macron und Starmer in London
Ukraine: Selenskyj reist zu Gesprächen mit Verbündeten nach London