Russische Truppen dringen mit Zehntausenden Soldaten im Osten der Ukraine vor, wobei Pokrowsk als zentraler Knotenpunkt im Donbass gilt. Ukrainische Militäranalysten wie Kyantchow bewerten die Perspektiven für die Stadt als „nicht besonders positiv“ und gehen davon aus, dass sie bald aufgegeben werden muss. Die ukrainische Armee berichtet von andauernden Kämpfen, widerspricht jedoch russischen Behauptungen einer vollständigen Einnahme.
Wetterbedingungen wie Nebel erschweren den Einsatz ukrainischer FPV-Drohnen, die zuvor russische Vorstöße bremsten. Soldaten beschreiben die Front als eine der schwierigsten, mit russischen Einheiten, die in kleinen Gruppen vorrücken. Pokrowsk ist seit Monaten umkämpft und stark zerstört, ähnlich wie Awdijiwka.
Widersprüchliche Berichte aus Moskau und Kiew
Moskau verkündet die Einnahme von Pokrowsk und Wowtschansk, nennt die Stadt ein „Tor nach Donezk“ und einen logistischen Erfolg. Kiew dementiert dies als Propaganda und meldet weiterhin Kontrolle über Teile der Stadt, inklusive des nördlichen Gebiets. Unabhängige Bestätigungen fehlen, doch Beobachter sehen hier die größte Niederlage seit Awdijiwka.
Russland bindet schätzungsweise 110.000 Soldaten in der Region, was bei einem Fall Pokrowsks Ressourcen für andere Fronten freisetzen könnte. Der Zeitpunkt der Meldungen fällt mit US-Verhandlungen zusammen.
Strategische Folgen und nächste Ziele
Ein Verlust Pokrowsks würde den ukrainischen Nachschub nach Kramatorsk und Slowjansk stören und Russlands Kontrolle im Donbass ausbauen. Experten warnen vor Vorstößen Richtung Dnipropetrowsk oder nördlich zu Slowjansk. Die Ukraine steht zahlenmäßig unterlegen, trotz Drohnentaktiken.
Quellen
Perspektive für Pokrowsk “nicht besonders positiv”
Düstere Aussichten für Pokrowsk: Experte warnt vor baldiger Aufgabe der Donbass-Stadt