Bei einem gemeinsamen Auftritt in Neu-Delhi betonte der russische Präsident Wladimir Putin, dass Russland bereit sei, „ununterbrochene Lieferungen von Treibstoff nach Indien“ sicherzustellen. Das Angebot erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die indische Regierung wachsendem Druck aus Washington ausgesetzt ist, ihre Ölimporte aus Moskau einzuschränken. US-Präsident Donald Trump verhängte zuletzt zusätzliche 25 % Importzölle auf indisches Öl, das aus Russland stammt. Amerika argumentiert, dass die Einnahmen aus diesen Geschäften Moskaus Krieg in der Ukraine finanzieren würden.
Neue Konsulate und bilaterale Abkommen
och vor der Pressekonferenz unterzeichneten beide Länder mehrere bilaterale Vereinbarungen zur Stärkung wirtschaftlicher und diplomatischer Kontakte. Premierminister Narendra Modi gab bekannt, dass neue indische Konsulate in Russland eröffnet werden sollen. Diese sollen den Austausch im Bereich Bildung, Kultur und Handel weiter vertiefen. Putin wiederum hob die „strategische Bedeutung“ der russisch-indischen Beziehungen hervor, die trotz westlicher Sanktionen stetig ausgebaut würden.
Kriegswarnung und geopolitischer Kontext
Das Treffen fand auf dem Hintergrund verstärkter amerikanischer Friedensinitiativen im Ukraine-Konflikt statt. Putin warnte erneut, dass die Ukraine sich aus der Donbass-Region zurückziehen müsse, sonst werde Russland das Gebiet vollständig einnehmen. Die Äußerungen unterstreichen, dass Moskau trotz diplomatischer Bemühungen an seiner militärischen Linie festhält. Beobachter sehen in Putins Besuch in Indien ein Signal, dass Moskau seine internationalen Partnerschaften gezielt diversifiziert, um wirtschaftliche Abhängigkeiten vom Westen abzubauen.
Quellen
Indien trotzt US-Druck: Modi und Putin vertiefen Wirtschaftskooperation
Trotz Sanktionen und Zöllen – Russland und Indien setzen auf stabile