NATO-Generalsekretär Mark Rutte fordert die Alliierten auf, im kommenden Jahr US-amerikanische Waffen und Munition für die Ukraine im Wert von einer Milliarde Dollar zu finanzieren. Diese Initiative soll die Verteidigungsfähigkeit Kiews stärken und die Last der Unterstützung gleichmäßiger verteilen. Rutte betonte bei einem Treffen in Brüssel die Dringlichkeit, insbesondere angesichts der anhaltenden russischen Angriffe.
Deutsche Zusagen und weitere Pakete
Deutschland plant zusätzlich zu einem bestehenden Paket im Wert von 500 Millionen Dollar zwei neue Rüstungspakete mit US-Gütern für 200 Millionen Dollar, gemeinsam mit Polen, Norwegen und den Niederlanden. Bundesaußenminister Johann Wadephul kündigte zudem 25 Millionen Euro für einen NATO-Fonds an, um ukrainische Soldaten mit Winterausrüstung und medizinischer Versorgung auszustatten. Bis Jahresende sollen durch diese Maßnahmen insgesamt fünf Milliarden Dollar an US-Waffen beschafft werden.
Hintergrund der Finanzierungsinitiative
Die Pläne bauen auf früheren Zusagen auf, wie der im August gestarteten Purl-Initiative, über die bereits zwei Milliarden Euro zugesagt wurden. Rutte erwartet für 2026 weitere 12 Milliarden Dollar, um Luftverteidigungssysteme und Abfangraketen zu sichern. Europäische Staaten sollen die Rechnungen für US-Lieferungen übernehmen, um die transatlantische Zusammenarbeit zu festigen.
Strategische Bedeutung für NATO
Diese Investitionen passen in Ruttes Strategie höherer Verteidigungsausgaben, einschließlich eines neuen 5-Prozent-Ziels des BIP bis 2035. Die Maßnahmen zielen auf eine Verfünffachung der Luftverteidigung und Millionen Schuss Artilleriemunition ab, um Russlands Aggression zu begegnen. Die NATO-Unterstützung für die Ukraine bleibt unerschütterlich, mit 35 Milliarden Euro Hilfe in diesem Jahr.


