Die NATO plant eine hochautomatisierte Verteidigungszone entlang ihrer Ostflanke, um Russland effektiv abzuschrecken. Brigadegeneral Thomas Lowin, Vizechef des Stabes im NATO-Landkommando Izmir, erläuterte das Konzept in der „Welt am Sonntag“. Es berücksichtigt Lektionen aus dem Ukraine-Krieg und soll bis Ende 2027 umgesetzt werden.
Das Konzept „Eastern Flank Deterrence Line“
Die „Eastern Flank Deterrence Line“ schafft eine mehrstufige Verteidigungslinie an den Grenzen zu Russland und Belarus. Sie kombiniert Überwachungssysteme mit ferngesteuerten und autonomen Technologien, um Angreifer früh zu stoppen. Ziel ist es, feindliche Vorstöße in einer „heißen Zone“ zu brechen, bevor sie die Hauptlinie erreichen.
Einsatz von Robotern und Drohnen
Bewaffnete Drohnen, teilautonome Gefechtsfahrzeuge und automatisierte Luftverteidigungssysteme bilden den Kern. Diese vernetzten Systeme sollen den Gegner schnell entmachten und seine Initiative nehmen. Ergänzt werden sie durch mehr Waffen- und Munitionslager in Grenzstaaten.
Überwachung in Echtzeit
Sensoren am Boden, in der Luft, im Weltraum und digital sammeln Daten von Radarsystemen, Drohnen und Satelliten. Diese Informationen fließen in Echtzeit an alle NATO-Staaten, um schnelle Reaktionen zu ermöglichen. Stationäre und mobile Geräte sorgen für lückenlose Abdeckung.
Umsetzung und Verantwortung
Die Mitgliedstaaten tragen die Hauptlast der Finanzierung und Installation. Die NATO koordiniert, doch nationale Armeen wie die Bundeswehr sind gefragt. Erste Schritte sollen in den nächsten zwei Jahren sichtbar werden.
Quellen
NATO will an Ostflanke auf Roboter-Systeme setzen
Nato plant menschenleere “automatisierte Zone” an Ostflanke