Ein gewaltiger Wintersturm, den Meteorologen als »Monstersturm« bezeichnen, hat große Teile der Vereinigten Staaten lahmgelegt. Mehrere Bundesstaaten, darunter New York, Illinois und Pennsylvania, haben den Notstand ausgerufen. Der Nationale Wetterdienst (NWS) warnte vor „lebensbedrohlichen“ Schneefällen und eisigen Temperaturen, die in manchen Regionen unter –30 Grad Celsius fallen könnten.
Gouverneure reagieren mit Notstandsmaßnahmen
In mehreren Bundesstaaten wurden Straßen gesperrt, Flughäfen geschlossen und Rettungskräfte in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Die Gouverneure der betroffenen Staaten riefen den Notstand aus, um Hilfsmaßnahmen zu beschleunigen und den Zugang zu finanziellen Mitteln zu erleichtern.
Auch die Energieversorger meldeten großflächige Stromausfälle, während Millionen Haushalte zur Vorsicht aufgerufen wurden. Behörden empfehlen, unnötige Reisen zu vermeiden und Notvorräte anzulegen.
Trump verharmlost Klimakrise trotz Extremwetter
Inmitten der Krise sorgte US-Präsident Donald Trump mit einer umstrittenen Aussage für Aufsehen. Auf einer Pressekonferenz stellte er den Zusammenhang zwischen dem Sturm und der globalen Erderwärmung in Frage. „Es ist kälter als je zuvor – wo ist die Klimakrise?“, erklärte Trump sarkastisch.
Klimawissenschaftler wiesen die Aussage umgehend zurück: Extreme Wetterereignisse wie dieser Sturm seien ein direktes Resultat der globalen Klimaerhitzung, die zu instabileren Wetterlagen und stärkeren Kaltfronten führen könne.
Experten warnen vor zunehmenden Extremwettern
Nach Angaben der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) ist die Häufigkeit von schweren Winterstürmen in Nordamerika seit den 1980er-Jahren gestiegen. Studien deuten darauf hin, dass die Erwärmung der Arktis den Polarwirbel destabilisiert und dadurch arktische Luftmassen weiter nach Süden drängt.
Klimaforscherin Jennifer Francis vom Woodwell Climate Research Center erklärte: „Solche Ereignisse sind keine Ausnahme mehr, sondern Teil eines neuen klimatischen Musters.“
Ausblick: Infrastruktur und Klimapolitik im Fokus
Während die Aufräumarbeiten beginnen, mehren sich Forderungen nach besseren Schutzmaßnahmen gegen Extremwetter. Infrastruktur, Energieversorgung und Krisenmanagement sollen neu bewertet werden. In Washington wächst der politische Druck, die Klimapolitik der Regierung grundlegend zu verändern – ein Thema, das sich in den kommenden Wochen weiter zuspitzen dürfte.
Quellen
US-Bundesstaaten rufen wegen »Monstersturm« Notstand aus
Wintersturm in den USA: 17 Staaten rufen den Notstand aus
