Beim Absturz eines Militärflugzeugs der türkischen Luftwaffe sind am Dienstagabend im Osten des Landes 20 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums ereignete sich das Unglück in der bergigen Provinz Erzurum, rund 800 Kilometer östlich von Ankara. Das Flugzeug soll auf einem Übungsflug gewesen sein, als es aus bislang unbekannter Ursache vom Radar verschwand und kurz darauf in unwegsamem Gelände zerschellte.
Rettungskräfte im schwierigen Gelände im Einsatz
Rettungsteams der Armee und des Katastrophenschutzes AFAD waren bis in die Nachtstunden im Einsatz, um die Wrackteile und Opfer zu bergen. Starker Wind und Schneefall erschwerten die Arbeiten erheblich. Die Armee teilte mit, es habe keine Überlebenden gegeben. An Bord befanden sich laut offiziellen Angaben 17 Soldaten und 3 Crew-Mitglieder.
Ursachen des Absturzes noch unklar
Die genauen Gründe für den Absturz sind noch unklar. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass es möglicherweise technische Probleme gegeben haben könnte, doch auch ein Pilotenfehler wird nicht ausgeschlossen. Eine Untersuchungskommission der Luftwaffe wurde eingesetzt, um die Ursache zu ermitteln. Verteidigungsminister Yaşar Güler reiste noch in der Nacht zum Unglücksort, um sich ein Bild der Lage zu machen.
Staatstrauer und internationale Beileidsbekundungen
Präsident Recep Tayyip Erdoğan sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus und ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. Mehrere Staats- und Regierungschefs, darunter aus Aserbaidschan, Pakistan und Katar, übermittelten ihr Mitgefühl. In Ankara und Istanbul wurden die Flaggen auf Halbmast gesetzt. In den kommenden Tagen sollen die verstorbenen Soldaten mit militärischen Ehren bestattet werden.
Quellen
20 Tote bei Absturz eines türkischen Militärflugzeugs – tagesschau.de