Russlands Sondergesandter Kirill Dmitrijew, als Chefunterhändler von Wladimir Putin bekannt, hat Bundeskanzler Friedrich Merz in scharfen Worten attackiert. Dies geschah nach der Veröffentlichung eines angeblichen Protokolls eines Telefonats mit ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj durch den Spiegel. Dmitrijew warf Merz vor, sich durch Kriegstreiberei und unrealistische Vorschläge diskreditiert zu haben.
Hintergrund des Streits
Der Konflikt entzündete sich an Merz’ angeblicher Aussage, US-Verhandler würden mit beiden Seiten „Spiele“ treiben. Dmitrijew konterte auf X (ehemals Twitter): „Lieber Merz, Sie sind nicht mal Teil des Gesprächs. Sie haben sich durch Kriegstreiberei, Sabotage des Friedens, unrealistische Vorschläge, Selbstzerstörung der westlichen Zivilisation, Migration und sturköpfige Dummheit disqualifiziert“. Die deutsche Regierung kommentierte dazu nicht einzelne Medienberichte, betonte aber Einheit in der transatlantischen Allianz.
Dmitrijews Rolle als Putin-Vertrauter
Kirill Dmitrijew gilt als fähiger Diplomat mit US-Ausbildung und verhandelt wirtschaftliche Anreize mit der Trump-Administration. Er reagiert auf Leaks aus EU-Kreisen, in denen Merz Selenskyj warnte, vorsichtig zu sein. Dies unterstreicht die Spannungen zwischen Moskau und Europa inmitten laufender Ukraine-Gespräche.
Merz’ Haltung zu Russland
Merz hat Putin zuvor Hybridkrieg, Sabotage und Destabilisierung Europas vorgeworfen und Ukraine-Unterstützung bekräftigt. Kürzlich warnte er, Putin könne den Krieg nicht erfolgreich beenden. Die Kreml-Reaktion zeigt, wie solche Äußerungen die Verhandlungen belasten.
Quellen
Putins Chefunterhändler Dmitrijew spottet über Kanzler Merz
Dmitrijew wirft Merz Kriegstreiberei vor und attackiert scharf