Am 19. Oktober 2025 ereignete sich im weltberühmten Louvre-Museum in Paris ein spektakulärer Diebstahl. Maskierte Täter, verkleidet als Bauarbeiter, brachen während der regulären Öffnungszeiten in die Galerie d’Apollon ein und stahlen acht wertvolle Schmuckstücke, die zu den französischen Kronjuwelen gehören. Die Tat dauerte weniger als acht Minuten, wobei die Diebe über eine elektrisch betriebene Leiter in das Museum gelangten und mit schnellen Motorrollern entkamen. Der entstandene Schaden wird auf rund 88 Millionen Euro geschätzt.
Anzahl und Identität der Verdächtigen
Bislang wurden insgesamt sieben Personen im Zusammenhang mit dem Diebstahl festgenommen. Vier dieser Verdächtigen wurden wegen Diebstahls im Rahmen einer kriminellen Vereinigung sowie Verschwörung angeklagt. Zu den Verdächtigen gehören drei Männer mit Vorstrafen, unter anderem ein 34-jähriger algerischer Staatsbürger und ein 39-jähriger Bewohner aus Aubervilliers nahe Paris, sowie eine 38-jährige Frau aus La Courneuve. Ein 37-jähriger Mann wurde ebenfalls angeklagt und befindet sich in Untersuchungshaft. Mindestens ein Mitglied der Diebesbande gilt weiterhin als flüchtig. DNA-Spuren und Mobiltelefondaten spielten eine entscheidende Rolle bei der Identifizierung und Festnahme der Verdächtigen.
Liste der gestohlenen Gegenstände und deren Wert
Die gestohlenen Schmuckstücke umfassen wertvolle Kronjuwelen mit Diamanten, Saphiren und Smaragden. Die Polizei veröffentlichte eine detaillierte Tabelle mit den entwendeten Gegenständen, die einen Gesamtwert von circa 88 Millionen Euro ausweist:
| Gestohlener Gegenstand | Beschreibung | Geschätzter Wert (EUR) |
|---|---|---|
| Tiara mit ca. 1.300 Diamanten | Prunkstück der französischen Krone | 30.000.000 |
| Halskette mit Smaragden und Saphiren | Schmuck im königlichen Stil | 20.000.000 |
| Verschiedene Ohrringe und Broschen | Historische Schmuckstücke der Krone | 15.000.000 |
| Krone der Kaiserin Eugénie (nicht gestohlen) | Unvollständiger Raub, Krone blieb zurück | – |
| Weitere Gegenstände (gesamt 9 Stück) | Verschiedene Kronjuwelen | 23.000.000 |
| Gesamtwert | 88.000.000 |
Quelle der Schätzwerte: Museumskurator und französische Staatsanwaltschaft.
Vorgehen der französischen Ermittlungsbehörden
Die französische Staatsanwaltschaft und Polizei führen eine intensive Untersuchung durch. Die Sicherheitsmängel des Museums sind bereits Gegenstand öffentlicher Diskussionen, da die Überwachungssysteme unzureichend geschützt waren (Beispielsweise war das Passwort des Videosystems laut internen Quellen “Louvre”).
Die Ermittler stützen sich stark auf DNA-Spuren, Videomaterial der Überwachungskameras und Mobiltelefondaten, um das Tatgeschehen zu rekonstruieren und weitere Komplizen zu identifizieren. Von den sieben festgenommenen Personen wurden bislang vier formell angeklagt, weitere mögliche Mittäter werden weiterhin gesucht. Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass die Täter keine Verbindungen zu organisierten kriminellen Netzwerken besitzen, sondern eher aus dem lokalen Kleinkriminalitätsmilieu stammen.
Parallel zu den Fahndungen ist ein Sicherheitsgremium damit beauftragt worden, die Schutzmaßnahmen im Louvre grundlegend zu verbessern. Diese Arbeiten werden voraussichtlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
Quellen
Das Louvre-Museum wird Jahre brauchen, um die Sicherheitsprobleme zu beheben, so das Ergebnis des staatlichen Rechnungsprüfers. – reuters.com
Laut einem Mitarbeiter lautete das Passwort für das Videoüberwachungssystem des Louvre „Louvre“. – abcnews.go.com