Das Atlantiktief „Leonardo“ hat Mitte der Woche zu außergewöhnlichem Starkregen in Spanien und Portugal geführt, was massive Überschwemmungen auslöste. In Andalusien fielen in wenigen Stunden Regenmengen, die einem ganzen Jahresdurchschnitt entsprechen, was den Boden saturierte und Flüsse über die Ufer treten ließ. Der spanische Wetterdienst Aemet rief die höchste Alarmstufe Rot aus, mit Warnungen vor Überschwemmungen und Erdrutschen.
Evakuierungen und Infrastrukturausfälle
In Spanien mussten rund 3.000 bis 3.500 Menschen in Andalusien, vor allem in Provinzen wie Cádiz, Jaén und Málaga, aus tiefliegenden Gebieten evakuiert werden. Schulen blieben geschlossen, Zugverkehr und Straßen wurden gesperrt, Flughäfen meldeten Verspätungen. In Portugal evakuierten Behörden etwa 200 Personen, rund 83.000 Haushalte saßen ohne Strom.
Todesopfer und Schäden
In Portugal starb mindestens ein 60- bis 70-jähriger Mann, als sein Auto von Fluten in der Nähe von Serpa mitgerissen wurde; die Opferzahl durch kürzliche Stürme stieg damit auf elf. Berichte sprechen von Milliardenschäden, umgestürzten Bäumen, blockierten Straßen und überfluteten Dörfern. In Spanien suchten Rettungskräfte nach Vermissten, wie einer Frau in Málaga.
Prognose und Auswirkungen auf Tourismus
Die Unwetterwarnungen gelten bis Samstag, mit anhaltendem Regen und Wind, auch Ausläufer erreichen Mallorca mit Böen bis 120 km/h und hohen Wellen. Beliebte Urlaubsregionen wie Andalusien und die Balearen sind betroffen, Häfen geschlossen und Skigebiete wie Sierra Nevada evakuiert. Experten warnen vor weiteren Evakuierungen aufgrund gesättigter Böden.
Quellen
Überschwemmungen nach Unwetter in Spanien und Portugal
Tief “Leonardo” sorgt für Chaos in Südspanien und Portugal