Am frühen Montagmorgen kam es am Flughafen München zu einem spektakulären Zwischenfall: Ein Dieb versuchte laut Polizeibericht, am Gepäckband einen hochwertigen Koffer zu entwenden. Als Sicherheitskräfte eingreifen wollten, floh der Täter durch einen Notausgang Richtung Vorfeld – und löste dabei Alarm aus.
Daraufhin brach in mehreren Terminals Panik unter den Reisenden aus. Menschen versuchten, die Hallen zu verlassen, während Sicherheitskräfte Absperrungen errichteten. Nach Angaben der Flughafenfeuerwehr wurden 21 Personen durch Gedränge und Stürze leicht verletzt, zwei davon mussten ins Krankenhaus gebracht werden.
Polizei-Großeinsatz und Sperrung der Zufahrten
Die Polizei reagierte innerhalb weniger Minuten mit einem Großaufgebot. Teile des Terminals 1 und 2 wurden geräumt, der Flugverkehr vorübergehend gestoppt. Auch die Zufahrtsstraßen zum Flughafen wurden gesperrt, was zu kilometerlangen Staus und massiven Verzögerungen führte.
Nach mehreren Stunden wurde Entwarnung gegeben: Der mutmaßliche Täter, ein 34-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz, konnte in der Nähe eines Parkhauses festgenommen werden.
Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung
Wie die Münchner Staatsanwaltschaft bestätigte, wird gegen den Verdächtigen nun wegen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der Flughafen München GmbH zufolge normalisierte sich der Flugbetrieb gegen Mittag allmählich wieder, es kommt jedoch weiterhin zu Verzögerungen.
Laut ersten Schätzungen entstand ein erheblicher Sachschaden, auch mehrere Gepäckbänder mussten nach dem Einsatz gewartet werden.
Quellen
Kofferraub am Flughafen endet mit 21 Verletzten und Verkehrschaos
Kofferdiebe verletzen 21 Menschen am Flughafen London-Heathrow

