Griechische Landwirte blockieren seit Tagen Grenzübergänge und wichtige Verkehrsachsen im Norden Griechenlands aus Protest gegen ausstehende EU-Agrarsubventionen. Besonders betroffen sind der zentrale Nord-Süd-Korridor zwischen Athen und Thessaloniki sowie Grenzübergänge nach Bulgarien, Nordmazedonien, der Türkei und Albanien. Die Landwirte fordern die Auszahlung der Gelder und bessere Preise für ihre Produkte. Es kam bereits zu Zusammenstößen mit der Polizei und es wurden Tränengas eingesetzt sowie Festnahmen vorgenommen. Die Proteste sollen bis Weihnachten und ins neue Jahr fortgesetzt werden, sofern keine verbindlichen Zusagen seitens der Regierung erfolgen.
Anlass der Blockaden
Die Proteste griechischer Landwirte resultieren aus einem Korruptionsskandal bei der Auszahlung von EU-Agrarsubventionen sowie ausbleibenden Zahlungen, die viele Betriebe in ihrer Existenz bedrohen. Die Landwirte kämpfen um die Auszahlung der Mittel und eine kostendeckende Preisgestaltung für ihre Produkte, um den Fortbestand ihrer Höfe zu sichern. Die Blockaden betreffen nicht nur nationale Verkehrswege, sondern auch wichtige internationale Verbindungen zu Nachbarländern.
Ausmaß und Auswirkungen der Blockaden
Die Blockaden erfolgen mit Traktoren und landwirtschaftlichem Gerät auf Hauptverkehrsstraßen und Grenzübergängen, was zu erheblichen Verzögerungen im Verkehr, insbesondere im internationalen Lastwagenverkehr, führt. Autofahrer und Lkw fahren teils lange Umwege. Innerhalb Griechenlands kam es mehrfach zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und der Polizei, darunter der Einsatz von Tränengas und Festnahmen.
Reaktionen und Perspektiven
Die griechische Regierung bleibt offen für Gespräche mit den Bauernvertretern, weist jedoch darauf hin, dass Blockaden an wichtigen Verkehrsknotenpunkten nicht toleriert werden. Die Protestbewegung kündigte an, die Maßnahmen fortzusetzen, bis die Regierung konkrete Zusagen zur Auszahlung der Subventionen und zu besseren Rahmenbedingungen gibt. Die Bauern betonen den Ernst ihrer Lage mit dem Begriff des „Kampfs um die Existenz der Höfe“.
Quellen
Griechische Landwirte blockieren Grenzübergänge
Landwirte blockieren Griechenlands Hauptverkehrsadern


