Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist in London von der Polizei festgenommen worden. Laut britischen Medien stand Thunberg bei einer Demonstration, bei der sie ein Schild zugunsten der Gruppe »Palestine Action« hochhielt. Diese Organisation wurde von den britischen Behörden kürzlich als terroristische Vereinigung eingestuft.
Zeugenberichten zufolge kam es bei der Aktion zu einem größeren Polizeieinsatz nahe der Downing Street. Thunberg soll friedlich protestiert haben, bevor Einsatzkräfte sie abführten.
Streit über das Verbot von »Palestine Action«
Das Verbot der radikalen Aktivistengruppe sorgt im Vereinigten Königreich für heftige Debatten. Kritiker werfen der Regierung vor, mit der Terror-Einstufung politische Proteste zu kriminalisieren. Unterstützer hingegen betonen, die Gruppe habe in der Vergangenheit durch Sabotageakte gegen Waffenhersteller und britische Regierungsstellen auf sich aufmerksam gemacht.
Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International fordern eine unabhängige Prüfung des Verbots und warnen vor einer Einschränkung der Meinungsfreiheit.
Greta Thunberg zwischen Klima- und Menschenrechtsprotest
Thunberg, bekannt durch ihre weltweiten Klimastreiks und die Bewegung Fridays for Future, hat sich in den vergangenen Monaten zunehmend auch zu menschenrechtlichen und geopolitischen Fragen geäußert. Ihre Teilnahme an Solidaritätsdemonstrationen für Palästina hat bereits in mehreren Ländern Kritik ausgelöst.
In sozialen Netzwerken verteidigen zahlreiche Unterstützer Thunbergs Engagement als Akt des Gewissens, während politische Gegner ihr vorwerfen, extremistischen Gruppen indirekt Rückhalt zu geben.
Reaktionen auf internationaler Ebene
Die Festnahme Thunbergs löste innerhalb weniger Stunden internationales Medienecho aus. Politikerinnen und Aktivisten aus Schweden, Deutschland und den USA forderten ihre sofortige Freilassung und betonten, dass friedlicher Protest kein Verbrechen sei.
Britische Sicherheitsbehörden erklärten hingegen, sie handelten im Rahmen des geltenden Rechts und hätten die öffentliche Ordnung gewährleisten müssen. Eine offizielle Anklage gegen Thunberg steht laut Scotland Yard noch aus.
Quellen
Londoner Polizei nimmt Greta Thunberg nach Protestfestnahme ins Visier
Greta Thunberg unterstützt verbotene Gruppe – Festnahme in Großbritannien
