In den USA sind jüngst Millionen Seiten an Unterlagen zum verstorbenen Sexualstraftäter
Die E-Mail-Einladung: Epstein, „The Duke“ und eine Russin
In einer E-Mail aus dem August 2010 schreibt Epstein an „The Duke“, er habe eine „Freundin“, mit der dieser möglicherweise gerne zu Abend essen würde.
„The Duke“ antwortet laut den veröffentlichten Dokumenten, er sei bis zu einem bestimmten Datum in Genf, wäre aber „entzückt, sie zu sehen“ und bittet darum, dass die Frau seine Kontaktdaten erhält.
Mögliche Treffen in London und im Buckingham Palace
Neben der Einladung zu dem Dinner mit der jungen Russin weisen andere E-Mails auf konkrete Pläne für Treffen in London hin.
In einem separaten E-Mail-Austausch aus dem September 2010 steht zudem ein Treffen in London zur Debatte, bei dem „The Duke“ sogar ein Dinner im Buckingham Palace mit „viel Privatsphäre“ vorschlägt.
Wer ist „The Duke“? Hinweise auf Andrew Mountbatten-Windsor
Die E-Mails sind an ein Konto gerichtet, das als „The Duke“ bezeichnet wird, wobei die Antworten mit „A“ und der Signatur „HRH The Duke of York KG“ versehen sein sollen.
Andrew stand bereits zuvor wegen seiner Verbindung zu Epstein massiv in der Kritik und hat in der Vergangenheit jegliches strafbares Verhalten bestritten.
Reaktionen, Einordnung und offene Fragen
Bislang gelten die E-Mails als Teil eines umfangreichen Dokumentenpakets, das vor allem Einblicke in Netzwerke, Kontakte und Kommunikationsmuster Epsteins liefern soll, ohne in jedem Fall direkt strafbare Handlungen zu belegen.
Gleichzeitig verstärkt die Formulierung über eine „26-jährige, russische, schöne und vertrauenswürdige“ Frau die Debatte über junge Frauen im Umfeld Epsteins und dessen Machtgefüge.
Im Raum stehen Fragen, ob und in welcher Form das angekündigte Dinner tatsächlich stattgefunden hat, wie der genaue Charakter des geplanten Treffens aussah und ob daraus weitere Kontakte entstanden sind – vieles davon bleibt derzeit ungeklärt.
Bedeutung für Royals und öffentliche Debatte
Für das britische Königshaus kommt die erneute Aufmerksamkeit zu einem heiklen Zeitpunkt, da es bereits in den vergangenen Jahren bemüht war, sich kommunikativ von der Epstein-Affäre zu distanzieren.
In der breiteren Öffentlichkeit wirft der Fall abermals Fragen nach Verantwortung, Machtmissbrauch und der Rolle von Eliten in Missbrauchsskandalen auf.
Die jüngsten Veröffentlichungen zeigen, wie selbst Jahre nach Epsteins Tod neue Dokumente weiterhin Wellen schlagen und politische wie gesellschaftliche Debatten über Transparenz und Rechenschaftspflicht anheizen.
Quellen
Epstein lud „The Duke“ ein, eine russische Frau zu treffen.
Epstein-Akten: Einblick in E-Mail-Verkehr mit Andrew?