Die Bundeswehr stationiert seit August 2025 fünf Eurofighter und rund 170 Soldaten der Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“ auf der Air Base Mihail Kogălniceanu am Schwarzen Meer. Diese Einheit übernimmt im Rahmen der NATO-Mission „enhanced Air Policing South“ die Luftraumüberwachung und Abschreckung an der Südostflanke. Rund um die Uhr halten zwei Maschinen Quick Reaction Alert-Bereitschaft, um innerhalb von Minuten starten zu können [web:zdf].
Häufige russische Drohnenvorfälle
Russische Drohnen verletzen wiederholt den rumänischen Luftraum, oft während Angriffe auf ukrainische Ziele nahe der Grenze. Mehr als zwölf solcher Vorfälle wurden seit Kriegsbeginn registriert, darunter Fälle, in denen Drohnen bis zu 50 Minuten im NATO-Raum kreisten. Deutsche Eurofighter unterstützen rumänische F-16 bei der Verfolgung, ohne jedoch routinemäßig abzuschießen.
Herausforderungen beim Drohnen-Abfang
Drohnen sind aufgrund ihrer geringen Geschwindigkeit schwer aus der Luft zu bekämpfen, weshalb Bodenabwehr effektiver sein kann, Risiken für Zivilisten birgt sie jedoch. Die NATO-Piloten trainieren täglich „Tango Scrambles“, um auf reale Bedrohungen vorbereitet zu sein und Putin von weiteren Provokationen abzuhalten. Experten sehen in den Vorfällen Tests der Allianzgrenzen [web:zdf].
Strategische Bedeutung der Mission
Die Basis Mihail Kogălniceanu wird zum größten NATO-Stützpunkt in Europa ausgebaut, nur 100 Kilometer vom Ukraine-Krieg entfernt. Der Einsatz stärkt die Abschreckung und sammelt wertvolle Erfahrungen für Konfrontationen mit russischen Kampfflugzeugen. Bis März 2026 bleibt die Bundeswehr vor.
Quellen
Daily Business an der Ostflanke: Eurofighter gegen russische Drohnen
Alarmstart in Rumänien: Bundeswehr sichert Luftraum vor Putin-Drohnen