In Los Angeles eskalierten am Freitagabend friedliche Demonstrationen gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE zu heftigen Auseinandersetzungen. Tausende versammelten sich in Downtown vor dem Metropolitan Detention Center, um gegen verstärkte Abschiebungen unter der Trump-Regierung zu protestieren. Die Proteste richten sich gegen anhaltende ICE-Razzien, die seit Sommer 2025 zugenommen haben und mit Todesfällen in Haft sowie Schüssen in Minnesota in Verbindung stehen.
Ablauf der Eskalation
Nach Stunden ohne Zwischenfälle warfen Demonstranten Flaschen, Steine und Müllcontainer auf Polizeikräfte, die die Auflösung anordneten. Die Polizei setzte Tränengas und nicht-tödliche Waffen ein, woraufhin Festnahmen folgten. Berichte sprechen von Vandalismus wie Graffiti (“F–k ICE”) und Beschädigungen am Gefängnis, was die Lage zusätzlich anheizte.
Polizeieinsatz und Folgen
Die Los Angeles Police Department (LAPD) forderte Verstärkung der Metropolitan Division an und meldete um 15:18 Uhr Ortszeit Gewalt gegen Beamte. Gegen 19 Uhr beruhigte sich die Situation mit noch etwa 40-50 Demonstranten vor Ort. Friedliche Teilnehmer äußerten Enttäuschung über die Eskalation, während ähnliche Proteste in Minnesota, New York und Atlanta stattfanden.
Politischer Kontext
Die Demos sind Teil eines “National Shutdown” gegen Trumps Einwanderungspolitik, mit früheren Aktionen seit Januar 2026. Vorherige Vorfälle wie Juni-2025-Razzien in LA führten bereits zu Zusammenstößen mit Blendgranaten und Gummigeschossen. Kritiker fordern die Abschaffung von ICE, während Behörden auf anhaltende Bedrohungen hinweisen.
Quellen
Anti-ICE-Protest in Los Angeles eskaliert
Anti-ICE-Proteste unter dem Motto „National Shutdown” in Los Angeles County geplant. Hier finden Sie sie