Anthony Albanese hat einen dünn verschleierten Seitenhieb gegen One Nation ausgeteilt und die Australier aufgefordert, jene zu bekämpfen, die versuchen, „die Uhr zurückzudrehen“. Dieser Vorfall ereignete sich nach dem starken Auftritt der rechtspopulistischen Partei bei der südaustralischen Wahl, wo One Nation mit rund 22 Prozent der Stimmen die Liberalen überholte.
Der Kontext der südaustralischen Wahl
Bei der jüngsten Landtagswahl in South Australia erzielte One Nation einen Rekordanteil von etwa 22 Prozent, während die Liberalen auf 19 Prozent abrutschten – ein Swing von 16,9 Prozent. Die Partei, gegründet von Pauline Hanson, fordert Deportationen von 75.000 Migranten mit abgelaufenen Visa, eine Obergrenze von 130.000 Visa pro Jahr und ein Einreiseverbot aus Ländern mit „extremistischen Ideologien“. Barnaby Joyce, Nationals-Politiker, betonte, dass One Nation nicht mehr als Randerscheinung gilt.
Anthony Albanese reagierte auf einer Veranstaltung zu vietnamesischen Australiern, wo er Multikulturalismus verteidigte. Er erinnerte an die Abschaffung der White-Australia-Policy 1973 und warnte: „Wir müssen wachsam bleiben. Es gibt Leute, auch in der Politik, die wollen, dass wir zu einer Version Australiens zurückkehren, die wir nicht mehr sind.“
Albaneses Aufruf an die Australier
Der Premierminister rief die Bürger auf, Diversity als Stärke zu schätzen und Beiträge von Einwanderern – Ärzten, Pflegern, Lehrern – nicht als selbstverständlich zu nehmen. Dieser thinly-veiled swipe zielt klar auf One Nation ab, das Multikulturalismus ablehnt. Sky News berichtete: „Albanese warnt vor Kräften, die die Uhr zurückdrehen wollen, nach One-Nation-Erfolg.“
Hintergründe zu One Nation und politische Spannungen
One Nation agitiert seit den 1990er Jahren gegen Einwanderung und profitiert von Unzufriedenheit mit Kostensteigerungen und Sicherheit. Albanese positioniert Labor als Verteidiger der Einheit, während Kritiker wie Joyce den Wählertrend als legitim sehen. Diese Debatte spiegelt globale Populismus-Trends wider.
Anthony Albanese betont National Unity, besonders nach Vorfällen wie dem Bondi-Attacke. Sein Statement unterstreicht Labor’s Strategie gegen Populisten vor der nächsten Bundestagswahl.
Quellan
Albanese says One Nation doesn’t ‘represent working people’ and claims Pocock ‘seeks to promote grievance’
Anthony Albanese urges ‘vigilance’ against those seeking to ‘turn back the clock’ on Australia